

Den Tag seiner Geburt hat im Januar 1944 im Lager von Lublin niemand registriert. Aber es war kalt, eiskalt. „Man sagt, es war ein Wunder, dass ich überlebt habe. Bei dieser Kälte und ohne Essen. Ich war so klein, man hat mich in eine Zigarrenkiste hineingelegt. Meine Mutter hat mich als Säugling zur Zwangsarbeit im Lager mitgenommen und in den Schnee gelegt. Man kann es nicht glauben, aber so war das. Hätte sie mich zurückgelassen in der Baracke, wäre ich wahrscheinlich ermordet worden“, sagt Christian Pfeil.
Nach der Befreiung durch die Rote Armee 1945 versucht die Familie in Trier einen Neuanfang. 500.000 Sinti und Roma sind europaweit ermordet worden. Nur die wenigsten haben überlebt. Christian Pfeils Eltern und ältere Geschwister gehören zu ihnen. Aber die Jahre der Folter, der Mangelernährung und täglichen Todesangst haben körperliche und seelische Spuren hinterlassen.
Die Familie ist eigentlich auf staatliche Hilfen angewiesen, aber der Umgang mit den Überlebenden durch die deutsche
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 28.07.2024 um 21:00 Uhr auf ARD alpha.