

Ende Juli 2024 blickt die ganze Welt auf einen kleinen Ort in der Oberlausitz. Herrnhut steht in diesen Tagen im Rampenlicht des UNESCO-Welterbekomitees. Nun wird sich entscheiden, ob die Herrnhuter Brüdergemeine als eine von drei Siedlungen der Herrnhuter Brüder-Unität in die Welterbeliste aufgenommen wird und damit zu den wichtigsten "Kulturerbestätten von außergewöhnlichem universellem Wert für die gesamte Weltgemeinschaft" gehört.
Glaubensflüchtlinge aus Böhmen und Mähren waren es, die im Jahr 1722 in Herrnhut die Urzelle ihrer christlichen Gemeinschaft gründeten. Weltoffen wollten die Gründermütter und -väter der Brüdergemeine sein und nie vergessen, dass sie selbst Flüchtlinge und Ausgestoßene waren, die keiner haben wollte.
Es ist eine spannende Zeit, nicht nur für die Mitglieder der Brüdergemeine der kleinen Stadt in Ostsachsen, sondern für jeden der rund sechstausend Einwohner. Hoffen und Bangen liegen bei den Herrnhutern von Beginn der UNESCO-Bewerbung an dicht beieinander.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 27.07.2024 um 18:15 Uhr auf MDR.