Schon lange wird um den angemessenen Umgang mit Objekten aus den ethnologischen Sammlungen weltweit gerungen: der Parthenon Fries der Akropolis ist in London zu sehen, die Nofretete in Berlin und zahlreiche Artefakte aus Afrika in den großen Weltmuseum, in New York, Paris und Brüssel. Ein Umstand, den die Länder, aus denen die Objekte ursprünglich stammen, schon lange beklagen. Doch passiert ist nichts, bis jetzt - das Jahr 2018 könnte in die Kunstgeschichte eingehen als das Jahr, in dem sich die Museen ihrem kolonialen Erbe gestellt haben.
Der Impuls hierzu kam aus Frankreich: im November legten die Wissenschaftler Bénédicte Savoy und Felwine Sarr in Paris ihren Bericht zur Restitution afrikanischer Kulturgüter vor. Ihre Forderung: sofortige Rückgabe aller Objekte, die im Zuge kolonialer Eroberungen erbeutet wurden oder von französischen Kolonialbediensteten mitgenommen wurden; sowie alle Objekte aus wissenschaftlichen Expeditionen vor 1960. Auch die deutsche Kulturstaatsministerin Grütters fordert mehr Aufarbeitung der Kolonialgeschichte.
Doch was bedeutet das für die deutschen Museen? Im Jahresrückblick 2018 geht Christine Gerberding dieser Frage nach. Dazu spricht sie mit Barbara Planksteiner, Direktorin des Hamburger Museums am Rothenbaum für Kulturen und Künste.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 30.12.2018 um 13:45 Uhr auf tagesschau24.