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Kurdistan, Schatzkammer Mesopotamiens

Dokumentation Frankreich 2017
Samstag, 29.12.2018 03:35 Uhr
arte
Samstag
29.12.2018
03:35 Uhr
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Der IS hat der Archäologie den Krieg erklärt. Seine Ausbreitung seit 2014 brachte die Zerstörung und systematische Plünderung des archäologischen Erbes im Irak und in Syrien mit sich. In den eroberten Gebieten wird Archäologie nicht mehr unterrichtet, Museen wurden in Schutt und Asche gelegt.
In der Autonomen Region Kurdistan, einer der wenigen Regionen, die der Expansionswut des dschihadistischen Kalifats standhalten konnten, setzen Archäologen der weltweit renommiertesten Hochschulen ihre Arbeit fort. In diesem bisher unsondierten Gebiet liegen unter mehreren Bodenschichten die Ruinen früherer Kulturen. Vor 5.000 Jahren lag hier zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris die Wiege der ersten Zivilisation: Mesopotamien. Aufgrund anhaltender politischer Konflikte konnte dessen nördlicher Teil jedoch lange nicht archäologisch erschlossen werden. Jetzt haben sich 40 Wissenschaftlerteams aus aller Welt zusammengeschlossen, um das riesige Gebiet zu erforschen, fest entschlossen, ein neues Kapitel der Geschichte zu schreiben. Nach erfolgreichen Funden restaurieren die Forscher assyrische und islamische Ruinen und geben ihr Wissen an die lokalen kurdischen und irakischen Teams weiter. Vor den Augen der Zuschauer entstehen die Konturen eines lange verschütteten Gebietes mit einer außergewöhnlichen Geschichte. Der Kampf der Archäologen um den Erhalt des kulturellen Erbes spielt dabei gleichermaßen eine entscheidende Rolle für den Aufbau der kurdischen Identität.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 29.12.2018 um 03:35 Uhr auf arte.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Wissenschaft/Forschung, Naturwissenschaft, Syrien, Irak, Alte Geschichte