

Eine Kunst-Geschichte, so spannend wie ein Krimi: Im Jahr 1950 kauft Adolf Grimme, der erste Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR), das Bild "Sonnenblumen" von Emil Nolde. Der Maler aus Seebüll in Schleswig-Holstein und Grimme sind damals befreundet. Das Ölgemälde von 1926 bleibt im Besitz des NDR, hängt später in verschiedenen Büros in Hamburg - bis es über Pfingsten 1979 gestohlen wird, zusammen mit einem Nolde-Aquarell. Es rauscht daraufhin im norddeutschen Blätterwald. Die Zeitungen titeln, die Kriminalpolizei ermittelt - jedoch ohne Erfolg. Fast 40 Jahre bleiben die "Sonnenblumen" verschollen. Bis jetzt. Über eine Anwältin tritt eine Berliner Witwe an den NDR heran - und verrät, sie habe da dieses Bild zuhause hängen. Sind die "Sonnenblumen" tatsächlich wieder aufgetaucht? Welche Geschichte steckt dahinter? Und was passiert nun mit Noldes Gemälde? Die Rekonstruktion eines erstaunlichen Kunst-Fundes, der auch Rundfunkgeschichte erzählt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 02.12.2018 um 19:30 Uhr auf tagesschau24.