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Mauerjahre - Leben im geteilten Berlin (2/10)

Die Jahre 1964, 1965, 1966
Freitag, 23.11.2018 21:00 Uhr
ARD alpha
Freitag
23.11.2018
21:00 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Der 13. August 1961 ist ein Tag, der das Leben der Berliner veränderte und der nicht nur in den Geschichtsbüchern, sondern auch im Gedächtnis vieler Menschen ein Einschnitt geblieben ist. An diesem Tag wurde die Stadt geteilt: Westberlin wurde abgeriegelt und eingemauert, die Menschen im Osten der Stadt konnten nicht mehr in den Westen. Die Mauer steht für eine Teilung im doppelten Sinne: die der Stadt Berlin und die Deutschlands in zwei Staaten. Das Leben in Berlin wird 28 Jahre lang geprägt durch die Mauer. Die Lage in Berlin ist über Jahrzehnte nicht nur von nationalem, sondern von internationalem Interesse. Doch das Leben geht weiter in der geteilten Stadt - trotz Trennung, Kaltem Krieg und Konfrontation. Turbulent. Politisch. Bunt. Einfallsreich. Improvisiert. Mal Schauplatz der Weltpolitik und heftiger Auseinandersetzungen. Mal Biotop der Aussteiger und Andersdenkenden. Leben in Nischen voller Erfindungsreichtum. Keines der "Mauerjahre" in Berlin gleicht dem anderen. 1961 der Schock der Teilung, 1968 die Revolte der Studenten, 1973 die Weltfestspiele und viele andere Ereignisse prägen das Leben in Berlin. Mauertote und Militäraufmärsche, Kennedy und Chruschtschow, David Bowie und Wolf Biermann - zahllose Ereignisse und Namen sind untrennbar mit dem geteilten Berlin verbunden. Die Lage ist Jahrzehnte lang nicht nur von nationalem, sondern auch von internationalem Interesse. Berlin ist Brennpunkt des Kalten Kriegs, Schauplatz der Weltpolitik und heftiger Auseinandersetzungen - aber auch Biotop der Aussteiger und Andersdenkenden, voller Leben in Nischen, voller Erfindungsreichtum. Im November 1989 "fällt" die Mauer, weil die DDR-Bürger es friedlich erzwangen. Von all dem und dem "normalen Leben" erzählen diese Dokumentarfilme.

1964 fand in Ost-Berlin das "Deutschlandtreffen" der Freien Deutschen Jugend (FDJ) statt, Beatmusik bestimmte in beiden Teilen der Stadt den Rhythmus, auf dem Teufelsberg wurde Abfahrts-Ski geboten und auf beiden Seiten der Mauer entstanden Neubausiedlungen. Der damals 16-jährige Thilo Spruch hört begeistert auf der Straße das erste Mal die Beatles. Von West-Berliner Schneepisten mit Schlepplift, Schneekanonen und Flutlichtmasten erzählt Harald Grüschow.

1965 gastierte Louis Armstrong im Friedrichstadtpalast, sowjetische Kampfflugzeuge donnerten über West-Berlin, die Queen besuchte West-Berlin, Anhänger der Rolling Stones legten die Berliner Waldbühne in Trümmer und eine Propagandaschlacht entbrannte an der Mauer. Der Politikstudent Wolfgang Göbel schreibt Nachrichten, die als Leuchtschriften an einem Hochhaus an der Sektorengrenze die Ost-Berliner informieren. Der Medizinstudent Burkhart Veigel berichtet vom Erfindungsreichtum der Fluchthelfer, um Menschen von Ost nach West zu schmuggeln.

1966 stürzte ein sowjetisches Militärflugzeug in den West-Berliner Stößensee, die SED-Führung feierte den 5. Jahrestag der Grenzschließung mit einer großen Militärparade und West-Berlin avancierte zur Filmmetropole. Selbst Regiegrößen wie Alfred Hitchcock drehten in der Stadt. Der Ost-Berliner S-Bahner Manfred Lauchardt erzählt von seinem Pendler-Dasein zwischen Ost und West und der Theologiestudent Meinhard Schröder, 1961 vom Osten in den Westen geflohen, erinnert sich, wie er den Kontakt zur evangelischen Kirche in Ost-Berlin hielt.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 23.11.2018 um 21:00 Uhr auf ARD alpha.

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Geschichte, Rückblick, Deutschland, Berlin