

* Manu-Nationalpark (ZDF)
Der Manu-Nationalpark in Peru gehört zu den Kronjuwelen im internationalen Naturschutz. Nirgendwo auf der Erde wurden mehr Arten wildlebender Tiere und Pflanzen dokumentiert als hier, darunter auch rund zehn Prozent aller weltweit bekannten Vogelarten. Farbenprächtige Papageien und Tukane sowie schillernde Kolibris gehören zu den bekanntesten Vertretern. Jaguare und Tapire schleichen durch die Wälder, während Riesenotter und Kaimane in den Flüssen jagen. Der Manu-Nationalpark in Peru ist etwa halb so groß wie Hessen und überwindet zwischen den östlichen Ausläufern der Anden und dem Tiefland des Amazonas eine Höhendifferenz von rund 4.000 Metern. Gebirge, Bergwälder und ein riesiger Tieflandregenwald kennzeichnen die Region. Es ist „der" Hotspot der Artenvielfalt, daher wurde das Gebiet bereits vor dreißig Jahren von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
* Riesenotter (ZDF)
Vor rund 30 Jahren konnte Christof Schenck die Riesenotter hier erstmals beobachten: für 60 Sekunden. Diese Begegnung hat sein ganzes Leben verändert. Der Zoologe begann die Tiere wissenschaftlich zu untersuchen und hat seine Doktorarbeit über sie verfasst. Zu dieser Zeit baute Schenk im Manu-Nationalpark ein vorbildliches Projekt zum Schutz der letzten Riesenotter auf, das noch heute fortgeführt wird, inzwischen jedoch von Einheimischen.
Mit Studiogast: Christof Schenck, Direktor der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt
* Goldabbau (ZDF)
Gold! Das edle Metall ist eine große Gefahr für den Manu-Nationalpark, besser gesagt: sein illegaler Abbau. Seit der internationalen Bankenkrise strömten über 60.000 illegale Goldwäscher in das Gebiet. Regenwald wird gerodet, der Lebensraum der Tiere verschwindet. Zur Gewinnung des Edelmetalls wird Quecksilber verwendet, das die Flüsse verseucht und sowohl die Wildtiere als auch die indigene Bevölkerung vergiftet. Das Paradies ist akut bedroht, doch mafiöse Strukturen und Korruption erschweren es den Behörden durchzugreifen.
Mit Studiogast: Christof Schenck, Direktor der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt
* Anden-Bären (ZDF)
Der Anden-Bär ist die einzige Großbärenart in Südamerika und er ist bedroht. Grund ist, wie so oft, der alte Konflikt zwischen Mensch und Tier: Anden-Bären lieben Mais und Plündern die Felder der Bauern, was für die Bären oft tödlich endet. Die Bären tun das aber nur, weil ihr natürlicher Lebensraum Regenwald durch Rodung immer mehr verlorengeht. Ein Schutzprojekt unterstützt nun die Bauern, ihre Landwirtschaft ergiebiger zu betreiben, damit sie weniger Regenwald roden müssen. Außerdem wird Wald aufgeforstet, um den Bären wieder mehr Lebensraum zurückzugeben.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 30.11.2018 um 03:15 Uhr auf ARD alpha.