

Ein armes zwölfjähriges Mädchen aus Flandern wird beim Diebstahl von Kartoffeln erwischt. Die deutschen Besatzer bestrafen sie hart: Sie hat die Wahl zwischen vier Monaten Gefängnis und einer unbezahlbar hohen Geldstrafe. Sie passiert heimlich den "Todesdraht", einen elektrischen Sicherungszaun an der belgischen Grenze, um Geld in den Niederlanden aufzutreiben. Nun soll die Mutter als Strafe für die angebliche Flucht ihrer Tochter ins Gefängnis. Das Mädchen schafft es, das benötigte Geld zu bekommen und wird bei der Rückkehr am Todesdraht gestoppt.
Diese Folge zeigt, dass es im Krieg keine Regeln gibt. Krieg treibt Menschen zum Äußersten, Willkür und Unrecht gehören nicht nur an der Front zum Alltag. Der Erste Weltkrieg setzt Maßstäbe in der Intensität der willkürlichen Gewalt an Zivilisten. Begriffe wie Kriegsverbrechen oder Völkermord erhalten eine neue Dimension. Nach Ende des Kriegs versuchen die Staaten erstmals mittels einer internationalen Organisation, dem Völkerbund, Mechanismen zur globalen Friedenssicherung und Konfliktlösung zu etablieren. Die Geschichte jedes Kindes wird einfühlsam und mit viel Liebe zum Detail inszeniert. In Archivaufnahmen entdecken die jungen Zuschauer die Welt von damals. Fantasievolle Animationen ermöglichen einen ganz neuen, spannenden Blick auf die Ereignisse.
Die komplexen Hintergründe werden beispielhaft in einfacher Sprache anhand einzelner Personen und Ereignisse erzählt. Auf diese Weise werden die wichtigsten Fragen umrissen, so zum Beispiel: Wann und warum begann der Erste Weltkrieg? Wer kämpfte gegen wen und warum?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 11.11.2018 um 08:25 Uhr auf arte.