nn das funktionieren, bei Mehr als 15 Nationalitäten auf einem Areal, ohne Beschäftigung für die Betroffenen, ohne eine gemeinsame Sprache und Kultur? Ein Team des Bayerischen Rundfunks erhielt erstmals die Erlaubnis, ohne Auflagen hinter die Kulissen der Bamberger Asylunterkunft zu blicken. Widerstand und Konflikte Einrichtungsleiter Markus Oesterlein ist vom Konzept des neuen Ankerzentrums überzeugt. Gerade erst hat er einen Shuttlebus für die Flüchtlinge in die Stadt organisiert - gegen große Widerstände der Bevölkerung. Er gibt zu, dass es zwischen den Flüchtlingen immer wieder zu Konflikten kommt. Mehr als 300 Polizeieinsätze gab es allein im vergangenen Jahr. Doch laut Oesterlein handelte es sich immer um kleinere Reibereien. Die Polizei betont, dass es bisher zu keinen schweren Straftaten gekommen sei. Die schwere Zeit des Wartens In Block 5 ist Anas untergebracht, gemeinsam mit sechs anderen Männern aus Syrien. Die Verwaltung achtet darauf, dass Landsleute zusammen wohnen, sofern die Nationalitäten überhaupt klar sind. Das Kochen ist verboten, zu oft hat es gebrannt. Stattdessen gibt es eine riesige Kantine auf dem Gelände. Seine erste Anhörung hatte Anas bereits. Nun wartet und hofft er. Schnelle Entscheidungen scheinen in Theorie und Statistik gut zu funktionieren. Doch viele Flüchtlinge müssen länger bleiben, wie etwa die kurdisch-syrische Familie von Ali. Er hat drei Kinder und lebt schon seit mehr als eineinhalb Jahren in Bamberg. Inzwischen fühlt er sich psychisch am Ende. Seine Familie ist über Litauen eingereist, nun könnte er nach dem Dublin-Abkommen dahin zurückgeschickt werden. Wie sieht seine Zukunft aus?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 22.11.2018 um 18:00 Uhr auf PHOENIX.