Einer der wenigen Überlebenden ist Heinz Kounio, Sprachrohr der griechischen Holocaust-Opfer und Träger des deutschen Bundesverdienstkreuzes. Der damals 16-jährige Heinz, seine Eltern und seine Schwester überleben die Deportation und die Gefangenschaft in Auschwitz, weil sie Deutsch sprechen und der SS als Übersetzer bei den Selektionen an der Rampe dienen. Ein Zufall, ein Glücksmoment in einem gnadenlosen Vernichtungssystem.
Nach seiner Rückkehr nach Thessaloniki schweigt Heinz Kounio nicht. Die Erlebnisse unmenschlichsten Bedingungen und Tod in Auschwitz, die Vernichtung nahezu einer ganzen Gemeinde, sollen nicht vergessen werden. In jahrzehntelanger Arbeit sammelt Heinz Kounio tausende Namen aus der jüdischen Gemeinde seiner Heimat, die dem Holocaust zum Opfer gefallen sind. 2007 übergibt er schließlich seine Liste mit 37.724 Namen der Gemeinde in Thessaloniki und Yad Vashem in Jerusalem. Es ist sein Lebenswerk und sein Weg, das Trauma des Holocausts zu überwinden.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 10.11.2018 um 04:15 Uhr auf ARD alpha.