Hermann Göring, Rudolf Höß, Heinrich Himmler und Amon Göth - ihre Namen stehen für die grauenhaften Verbrechen des Nationalsozialismus. Die Nachkommen der Täter tragen schwer an ihrer Herkunft. "Wie viel Mörder steckt in mir?", fragen sie sich. Katrin Himmler, Großnichte des "Reichsführers-SS", ist mit einem Israeli verheiratet und setzt auf die bewusste Konfrontation, um die Scham zu überwinden. Rainer Höß, Enkel des Kommandanten, reist sogar nach Auschwitz, um mit Nachkommen jüdischer Opfer zusammen zu treffen. Wie ist es für diese Männer und Frauen, die mit einer Hinterlassenschaft bestraft wurden, die sie dauerhaft mit einem der größten Verbrechen der Geschichte verbindet? Wie ist es für sie, mit einem Namen aufgewachsen zu sein, mit denen man sofort Bilder von Mord und Völkermord assoziiert? Eine intensive, schmerzliche Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und dem Thema Schuld und Aussöhnung.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 06.11.2018 um 23:05 Uhr auf ORF 2.