

Die Heizer des Kriegsschiffes "SMS König" löschen auf hoher See das Feuer in den Kesseln. Sie retten damit ihr Leben vor einem sinnlosen Opfertod in den letzten Tagen des Ersten Weltkrieges und setzten ein anderes Feuer in Gang - das der Revolution. Im Zentrum des Doku-Dramas stehen der Matrose Karl Artelt, seine Verlobte Helene sowie deren Bruder August.
Karl ist ein charismatischer, revolutionärer Geist, der sich an die Spitze der aufständischen Matrosen stellt. Helene teilt seine radikalen Ansichten aus Liebe, aber auch aus Überzeugung. Doch ihr Bruder August lehnt revolutionäre Gewalt als Mittel zur Veränderung der Gesellschaft strikt ab. Er versucht, Helene von Karls gefährlichen Ideen abzubringen. Helene ist aber emanzipiert genug und entscheidet sich dafür, an Karls Seite für die Änderung der Verhältnisse zu kämpfen.
Der neue Gouverneur von Kiel, Admiral Wilhelm Souchon, ist zwar überzeugter Monarchist, lastet den verlorenen Krieg aber der Unfähigkeit Kaiser Wilhelms II. an. Der Kieler Matrosenaufstand verlangt von ihm hartes Durchgreifen. Doch Souchon entscheidet sich gegen ein Blutvergießen, er will die Krise in Verhandlungen lösen.
Er holt den MSPD-Reichstagsabgeordneten Gustav Noske nach Kiel, der sich selbst an die Spitze des Aufstands setzt. Er entmachtet und isoliert Karl Artelt, setzt dann sogar Wilhelm Souchon als Gouverneur ab und beendet den Matrosenaufstand durch geschickte Intrigen in wenigen Tagen. Die aus Kiel in die Heimat abreisenden Matrosen tragen den Funken der Revolution ins ganze Reich - die Novemberrevolution beginnt.
Ergänzend zu den Spielszenen schildert u. a. Björn Engholm, früherer Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein und Bundesvorsitzender der SPD, in dem Film seine Sicht auf die Ereignisse. * Schwerpunkt: 1918 - Das Ende des Schlachtens
Morgens um 5.00 Uhr am 11. November 1918 stapfen Staatssekretär Erzberger, ein Beamter des Auswärtigen Amtes und zwei Offiziere durch den Wald von Compiègne. Sie werden unter den Augen von Marschall Foch in einem Eisenbahnwaggon das Waffenstillstandsabkommen unterzeichnen. Um 11.00 Uhr werden Trompeten an den Fronten das Abkommen verkünden. Die Waffen werden schweigen. Das Schlachten ist beendet. Deutschland und Österreich sind besiegt. Dieser Moment markiert einen Umbruch. Vorbei die Zeit, in der sich junge Männer um der Ehre willen in "fliegenden Kisten" in den Tod stürzen. Vorbei die Zeit, in der sich die deutschen Matrosen der Herrschaft der Eliten fügen. Vorbei auch die Zeit der Habsburgermonarchie, deren Erbe Karl I. 1918 ins Exil gehen
muss. Die Welt liegt in Trümmern. Doch was kommt nun?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 30.10.2018 um 20:15 Uhr auf arte.