"Preußen und Sachsen - Szenen einer Partnerschaft": Mit diesem Slogan warb 2014 nicht nur die brandenburgische Landesausstellung. Spuren dieser wechselvollen, oft schwierigen Beziehungsgeschichte der Nachbarländer Preußen und Sachsen finden sich auch in Sachsen, auf der Ortenburg in Bautzen. Was Wunder, dass Kim Fisher neugierig auf ein Schloss ist, das oft Schauplatz dieser spannungsreichen Geschichte war.
Während der Schlesischen Kriege wurde die Oberlausitz zum Durchzugsgebiet zahlreicher Truppen. 1745 besetzte das preußische Heer Bautzen, das damals noch Budissin hieß. Im Schloss wurde die preußische Feldbäckerei aufgebaut. Auch während des Siebenjährigen Krieges blieb die Ortenburg nicht verschont und wurde im Wechsel von preußischen und österreichischen Truppen besetzt.
Nach dem Ende des Napoleonischen Krieges erhielten zahlreiche Gerichtsbehörden der Oberlausitz ihren Sitz auf der Ortenburg. Noch heute beherbergt sie das Obersächsische Verwaltungsgericht.
Eine berühmte Ortenburger Kriminalgeschichte handelt übrigens vom berühmt-berüchtigten Karasek, für die einen der König der Diebe, für die anderen der "Robin Hood der sächsischen Oberlausitz".
Doch die Ortenburg hat noch weit mehr zu bieten. Im früheren Salzhaus lädt das Sorbische Museum dazu ein, die Kultur des kleinen slawischen Volkes zu entdecken. Bei ihrer Stippvisite auf dem Burghof macht Kim Fisher auch Bekanntschaft mit "Psezpoldnica",`der "Mittagsfrau", einer sorbischen Sagengestalt, von der sie manch guten Rat empfängt.
Kim Fisher lässt es sich auch nicht nehmen, dem deutsch-sorbischen Volkstheater einen Besuch abzustatten. Seit 1996 findet auf dem Hof der Bautzener Ortenburg alljährlich der Theatersommer statt, ein Freiluftspektakel für Groß und Klein.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 24.10.2018 um 06:40 Uhr auf MDR.