Sie fechten, trinken viel und haben den Ruf, politisch rechts zu sein. Und sie geben sich äußerst verschlossen. Jedes Jahr an Pfingsten kommen fast 100 Studentenverbindungen in das oberfränkische Coburg. Sie sind in dem Verband 'Coburger Convent' organisiert. Mit Festkommers, Fackelzug und jede Menge Bier pflegen sie in Coburg ein Wochenende lang ihre Traditionen und Bräuche.
Die Reportage versucht ins Innenleben der öffentlichkeitsscheuen Studentenbünde einzudringen: Mit vier Kameras haben sechs Volontäre des BR als Videojournalisten zeitgleich eine Woche lang in Coburg gedreht. Sie begleiten Philipp, dessen Verbindung, die Macaria aus Köln, die verstaubt wirkenden Traditionen des Coburger Convents aufbrechen will. Wie reagieren die konservativen Kräfte im Convent darauf?
Im Gegensatz zu den Kölnern wollen die jungen Männer aus der Marburger Verbindung Schaumburgia vor allem vier Tage lang Spaß haben und ausgiebig feiern. Doch sie sind um das Bild besorgt, das sie nach außen abgeben.
Die Studentin Anna schließlich demonstriert gegen die Studentenverbindungen; sie wirft ihnen rechtes Gedankengut und Frauenfeindlichkeit vor. Und dann sind da noch die Musiker und der Wirt, für die der Konvent ein Geschäft ist.
Es ist eine angespannte Stimmung in Coburg: linke Demonstranten gegen konservative Verbindungsmitglieder und mittendrin die BR-Reporter, die zwischen die Fronten geraten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 20.10.2018 um 12:15 Uhr auf tagesschau24.