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Westware aus dem Ostknast

Film von Anne Worst
Dienstag, 16.10.2018 22:50 Uhr
MDR
Dienstag
16.10.2018
22:50 Uhr
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Schuhe, Radios, Fotoapparate, Maschinenteile hergestellt in DDR-Gefängnissen und produziert ausdrücklich auch für das nichtsozialistische Ausland. Mindestens 18.000 Arbeitsplätze für Strafgefangene waren in der Planwirtschaft fest einkalkuliert, Haupthandelspartner war die BRD.

Der inhaftierte Regisseur und Schriftsteller Peter Timm bearbeitete Kamerateile für den Pentacon, dessen Produkte weltweit im Fotohandel erhältlich waren. Uta Franke nähte im Frauengefängnis Hoheneck Bettwäsche für Versandhäuser im Westen und Hugo Diederich fertigte im sächsischen Stahlwerk Gröditz Röhren für den bundesdeutschen Stahlkonzern Klöckner.

Die westdeutschen Händler wussten nicht oder wollten nicht wissen, unter welchen Bedingungen die billigen Waren produziert wurden. Und die Verbraucher West hatten oft keine Ahnung, woher ihre für bundesrepublikanische Verhältnisse günstige Neuerwerbung stammte.

Was haben westdeutsche Unternehmer gewusst, was hätten sie wissen und tun können, um das Schicksal der Gefangenen zu lindern? Der Film behandelt das kontroverse Thema "Zwangsarbeit" in der DDR, er erzählt die Geschichten der Betroffenen und zeigt das Für und Wider der politischen Diskussion. Flankiert werden die Zeitzeugenschilderungen aus Ost und West von umfangreichem Archivmaterial aus der Arbeitswelt der VEBs und über die Zustände in DDR-Gefängnissen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 16.10.2018 um 22:50 Uhr auf MDR.

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Schlagwoerter
DDR, Dokumentation/Reportage, Geschichte, Deutschland, Wirtschaft