

Udo Biss besucht die estnische Grenzstadt Narva, den östlichsten Außenposten der EU, nur durch einen schmalen Fluss getrennt von Putins Reich. Mehr als 90 Prozent der gut 60.0000 Einwohner gehören zur russischsprachigen Minderheit.
Viele Jahre war Narva der Fokus für den ungelösten Nationalitätenkonflikt des Landes, dazu kamen viele soziale Probleme: hohe Arbeitslosigkeit, Abwanderung der jungen Leute. Die großen Industriekombinate aus der Sowjetzeit wie die Textilfabrik Kreenholm, wo früher 12.000 Menschen Arbeit fanden, verfallen.
In jüngster Zeit unternimmt der estnische Staat erhebliche Anstrengungen, um Narva zu einer modernen und "zukunftsfähigen" Stadt zu entwickeln, etwa durch die Bewerbung um den Titel "Europäische Kulturhauptstadt 2024" oder dadurch, dass die Präsidentin Estlands ihren Amtssitz zeitweise nach Narva verlegt.
Aufbruchstimmung erlebte das "Ostseereport"-Team auch im benachbarten Badeort Narva-Joesuu. Wo früher Sowjetführer ihre Datschen hatten, stehen heute moderne Spa-Hotels.
Die weiteren Themen:
* Ölschieferabbau in Kohtla-Järve
* Wie die deutsche Züchterin Ute Wohlrab das estnische Tori-Pferd rettete
* "Coffee-Day" auf der estnischen Insel Prangli
* Lettische Boygroup Carnival Youth vor internationaler Karriere
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 22.10.2018 um 01:45 Uhr auf NDR.