Wie steht es heutzutage um die Evolution? Welche Anpassung an klimatische oder anderweitige Veränderungen gibt es? Der Wolf begleitet den Menschen schon seit Urzeiten und wurde zum Ahnherr der Haushunde. Oder die wilden Obstbäume, die der Mensch kultivierte. Die Bienen, die nur Gäste des Imkers sind und immer wieder die Freiheit suchen. Oder der Grau-Mohn, den Mönche im Mittelalter aus dem Süden importierten und der längst zu einem Markenzeichen Österreichs geworden ist. Viele Tiere haben sich einen neuen Lebensraum gesucht, als die Eiszeit aus Mitteleuropa abklang: Die Murmeltiere zum Beispiel, die es kühl lieben, haben sich ins Hochgebirge zurückgezogen. Andere Veränderungen hat erst die moderne Zivilisation erfordert: Die Ziesel zum Beispiel haben ihren Lebensraum verloren, seit die intensive Landwirtschaft auch aus kargen Böden Ertrag erwirtschaftet. Doch sie haben die Flughäfen als neue Heimat entdeckt - offene Fläche und trockene Rasen, da nehmen sie gerne den Lärm der startenden und landenden Maschinen in Kauf. Die faszinierende Fähigkeit der Natur, sich immer wieder neu anzupassen, nutzt auch der Mensch - zum Beispiel, wenn immer mehr österreichische Landwirte Alpakas ansiedeln, um deren hervorragende Wolle zu verarbeiten. Aus den Anden in die Alpen - die Tiere kommen gut mit dem Wechsel zurecht, nur, dass sie noch nicht gegen die Krankheiten der heimischen Verwandten immun sind. Unkompliziert ist dagegen der Strauß, den nicht nur gesundheitsbewusste Feinschmecker als Delikatesse entdeckt haben. Nur seine Halter müssen sich vor den kräftigen Beinen des schnellen Laufvogels in Acht nehmen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 29.10.2018 um 07:05 Uhr auf ServusTV.