

In dem Land, in dem Elena Dolokov aufwuchs, spielte Gott offiziell keine Rolle. Doch ihre Babuschka hat mit der Enkelin gebetet. Diese Erinnerung und die damit verbundenen Hoffnungen, Gefühle und Sehnsüchte legten das Fundament, auf dem Elena als Erwachsene zum Glauben fand.
Aus Rostow am Don kam sie als Germanistikstudentin nach Jena. Die Stadt kam ihr eng und klein vor, ihr fehlte der Trubel der Millionenstadt. Als sie Anfang der 90er Jahre ein Jobangebot erhielt, wurde sie in Jena heimisch, gründete eine Familie und entdeckte die Russisch-Orthodoxe Kirche für sich.
Im nahen Weimar gibt es eine lebendige Gemeinde mit einem eindrucksvollen, geschichtsträchtigen Gotteshaus. Es erinnerte Elena Dolokov an ihre Heimat und an die Kindheit. Doch auch in Jena gibt es viele Gläubige und so hat sie mit Freunden und viel Enthusiasmus im Plattenbaugebiet Jena-Lobeda Räume gesucht, gefunden und als Kirche eingerichtet. Jetzt finden auch hier Gottesdienste statt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 28.10.2018 um 07:25 Uhr auf MDR.