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Mein Name sei Altmann

Das zweite Leben eines Kriegsverbrechers
Freitag, 26.10.2018 02:15 Uhr
PHOENIX
Freitag
26.10.2018
02:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Das straffreie Nachleben vieler prominenter NS-Kriegsverbrecher ist ein dunkler und irritierender Aspekt der Nachkriegsgeschichte. Noch in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren einige der schlimmsten Täter auf freiem Fuß - darunter Klaus Barbie. Wegen seiner grenzenlosen Brutalität als Gestapochef im besetzten Frankreich war er als "Schlächter von Lyon" bekannt geworden.

Dieser Klaus Barbie bewegt sich Anfang der 80er-Jahre völlig unbehelligt in seinem Exil in Bolivien, unter dem Namen Klaus Altmann. Aber nicht nur das: Eingebettet in ein Netzwerk alter Nazis, hat er ungehindert eine furchtbare zweite Karriere gemacht, quasi als "Gestapochef" verschiedener bolivianischer Diktatoren, als Organisator und Unterstützer blutiger Putsche, als Waffenhändler und als Komplize mächtiger Drogenbarone. Und: Das alles geschieht mit Wissen und im Auftrag westlicher Geheimdienste. Unter dem Decknamen "Adler" steht Barbie zeitweilig sogar auf der Lohnliste des BND!

Die Dokumentation zeichnet ein neues, schockierendes Bild der schmutzigen zweiten Karriere des "Schlächters von Lyon" im Kalten Krieg. Die Filmemacher Peter F. Müller und Michael Mueller haben sich in Deutschland, Frankreich und Bolivien auf die Spuren von Klaus Barbie begeben. Dabei stützen sie sich auf neue und lange unbekannte Quellen: Sie haben die Aufzeichnungen entdeckt, die Klaus Barbie 1983 nach seiner Auslieferung an Frankreich im Gefängnis von Lyon, am Ort seiner schlimmsten Kriegsverbrechen, verfasst hat. Der Lebensbericht zeigt einen Menschen ohne Reue und ohne Verständnis für diejenigen, die ihn gejagt und am Ende vor ein französisches Gericht gebracht haben. Daneben ermöglichen Akten internationaler Geheimdienste, Ministerien und Behörden, die erst vor Kurzem - zum Teil auf die Veranlassung der Autoren hin - erstmals freigegeben worden sind, Barbies Aktivitäten im Dienst seiner verschiedenen Auftraggeber detailliert zu beschreiben. Dabei wird die Skrupellosigkeit alliierter und deutscher Nachrichtendienste bei der Rekrutierung ehemaliger Kriegsverbrecher deutlich. Darüber hinaus haben die Filmautoren Menschen getroffen, die "Klaus Altmann" in unterschiedlichsten Situationen erlebt haben, und Menschen, die mit ihm zusammengearbeitet oder ihn gejagt haben. Film von Peter F. Müller und Michael Mueller

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 26.10.2018 um 02:15 Uhr auf PHOENIX.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
Farbe
farbe
Audio-Beschr.
nein
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nein
HDTV
nein
Logo-Event
nein
VPS
1540512900
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Geschichte, Recht/Justiz, NS-Zeit und Folgen