Wann genau das Land des heutigen Österreich zum allerersten Mal von Menschen betreten wurde, liegt im Dunkel der Geschichte. Erste Besiedelungsnachweise gibt es bereits vor 300.000 Jahren aus der Altsteinzeit. Es handelte sich um Mammutjäger, die entlang der großen Flüsse in die damaligen Urwälder Österreichs vordrangen. Sie nutzten natürliche Geländestrukturen und siedelten zu einem Teil in Höhlen. Die sogenannte Gudenushöhle, im Norden Niederösterreichs, belegt diese frühen Siedler und deren Welt. Aus jener Zeit stammen auch die international bedeutenden, ersten Kunstwerke der Menschheit, wie etwa die Venus von Willendorf oder die noch ältere, aber kaum bekannte, Venus vom Galgenberg. Geheimnisse bergen auch die sagenumwobenen Kreisgrabenanlagen in Niederösterreich. Ihr Zweck ist noch heute umstritten. Um Christi Geburt begann die große Zeit der Römer in Österreich. Die 15. Legion Appolinaris drang in die Auenwildnis vor, um ein erstes militärisches Standlager zu erreichten. In Carnuntum errichteten sie das Zentrum ihrer außergewöhnlichen Kultur. Aus dem frühen Mittelalter ist bis heute relativ wenig bekannt. Alles was blieb, sind Burgruinen und mystische Geschichten. Geheimnisvolle Ritter sollen in der Alpenrepublik gelebt haben, es regierte der fürchterlichste Aberglaube und angeblich kämpfte man gegen unheilvolle Drachen und Dämonen. Noch war Österreich von mächtigen Urwäldern bedeckt, die von den Voralpen bis in die Niederungen reichten. Etwas "Licht ins Dunkel" geriet erst im 10. Jahrhundert: Als Kaiser Otto der III im Jahr 996 mit einer legendären Urkunde das Land "Ostarrichi", das heutige Österreich, erstmals erwähnt. Im 12. Jahrhundert wurde der englische König Richard Löwenhert in Erdberg bei Wien verhaftet und in Dürnstein in der Wachau inhaftiert.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 23.10.2018 um 07:05 Uhr auf ServusTV.