

Inmitten des so dicht besiedelten Ruhrgebiets herrscht in den ehemaligen Werks- und Zechensiedlungen schon fast dörfliche Idylle. Vor über einhundert Jahren sollten diese Siedlungen, fehlende Arbeiter in den Zechen und Betrieben und ihre Familien anlocken. Die Rechnung ging auf, aus ganz Europa kamen Menschen, um in den liebevoll gestalteten Häusern mit den dazugehörigen Gärten zu leben.
Die Ruhrgebietssiedlungen waren ein Schmelztiegel für die verschiedenen Kulturen und sind es noch heute. In den 70er und 80er Jahren wollte man die mittlerweile in die Jahre gekommenen Siedlungen abreißen und moderne Häuser bauen. Da hatte man aber nicht mit der Gegenwehr der damaligen Bewohner gerechnet, die auf nachbarschaftlichen Zusammenhalt und ihr gewohntes Zuhause auf keinen Fall verzichten wollten. Dank Bürgerinitiativen, Mahnwachen und Hungerstreiks konnten in jahrelangen Kämpfen viele Siedlungen vor dem Abriss bewahrt werden. Es ist den Protestierenden von damals zu verdanken, dass sie nach dem Sieg über
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 19.07.2024 um 20:15 Uhr auf WDR.