

Die großen Augen des achtjährigen Tanans schweifen neugierig umher. Der Beginn eines neuen Schuljahres ist für alle Kinder spannend - mehr noch für Tanans, der von den lebhaften Unterhaltungen im Klassenraum kein Wort versteht. Er kann noch kein Niederländisch, denn er ist erst vor ein paar Wochen in seiner neuen Heimat angekommen. Er kennt die lokalen Gepflogenheiten noch nicht und hat noch keine Freunde gefunden.
Tanans kommt aus dem Kongo, wuchs aber in einem Flüchtlingscamp in Uganda auf. Das UN-Flüchtlingskommissariat gab ihm und seiner Familie die Chance, in Holland ein neues Leben zu beginnen. Die Kinderdokumentation "Neue Heimat Holland" begleitet ihn bei seinen ersten Schritten: Zum ersten Mal wohnt Tanans in einem schönen Haus, steigt auf ein Fahrrad, lernt Niederländisch. Vor allem aber versucht er, seine neue Umgebung zu verstehen. Das ist oft lustig und amüsant, aber auch verwirrend: Wie gewinnt man Freunde, wenn man ihre Sprache nicht spricht?
Die Dokumentationsreihe erzählt Geschichten von Kindern aus Kinderperspektive. Einige der sieben Filme wurden mit Preisen bedacht. Die Dokumentarfilme lassen junge Menschen in einer besonderen Lebenssituation oder an einem Wendepunkt zu Wort kommen. Auch wenn es anfangs nicht immer einfach oder sogar unmöglich erscheint, für jede schwierige Thematik gibt es eine Lösung.
Die Kinderdokumentation "Neue Heimat Holland" wurde auf dem Children's Film Festival Seattle 2015 als beste Kurzdokumentation ausgezeichnet und erhielt 2016 den UNESCO-Sonderpreis beim Prix Jeunesse International in München.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 30.09.2018 um 08:25 Uhr auf arte.