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Ein Kind der Stunde Null

Von St. Ottilien nach Jerusalem
Sonntag, 16.09.2018 17:15 Uhr
Das Erste
Sonntag
16.09.2018
17:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

David Avnir lebt in Jerusalem. In seinem Pass steht als Geburtsdatum der 12. Juni 1947. Und als Geburtsort: St. Ottilien. Er ist Sohn von Holocaustüberlebenden - von Eltern, die es irgendwie geschafft haben, der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie zu entgehen. Doch warum ist er ausgerechnet in einem Benediktinerkloster nördlich des Ammersees zur Welt gekommen?

Der Film von Tilmann Kleinjung erzählt eine ganz besondere Geburtsgeschichte und begleitet David Avnir zurück an seinen Geburtsort: Von 1945 bis 1948 hatte die amerikanische Armee im oberbayerischen Kloster St. Ottilien ein Krankenhaus für ehemalige jüdische KZ-Häftlinge, Displaced Persons (DPs), eingerichtet. St. Ottilien entwickelte sich in diesen Jahren nach dem Holocaust zu einem kulturellen und politischen Zentrum für den Neubeginn jüdischen Lebens in Deutschland. Es gab Toraschulen und Synagogen, hier wurde die erste Talmudausgabe in Deutschland nach dem Krieg gedruckt und ein eigenes "Ottilien-Orchestra" trat in den DP-Lagern der Umgebung auf. Von Mai 1946 bis April 1948 wurde in St. Ottilien außerdem eine Entbindungsstation betrieben, wo über 400 Kinder zur Welt kamen, die sogenannten Ottilien Babys, "die Kinder der Stunde Null". Film von Tilmann Kleinjung

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 16.09.2018 um 17:15 Uhr auf Das Erste.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Porträt/Biografie, NS-Zeit und Folgen, Geschichte
Alternative Ausstrahlungstermine
08.05.2020 22:45phoenix16.09.2018 17:15Das Erste