Kyoto ist eine der kulturell und geschichtlich bedeutendsten Städte Japans. Moderne und traditionelle Viertel bestehen hier nebeneinander. Gérard Depardieu besucht den einzigen Shinto-Schrein, in dem Künstler verehrt werden. Der Shintoismus beruht auf einer Philosophie des Alltags, die mit der Zeit geht und sich dem gesellschaftlichen Wandel anpasst. Mit über hundert Millionen Anhängern ist er die bedeutendste Religion des Landes.
Anschließend ergründet Depardieu in Gesellschaft des Künstlers Yoshikawa die Kimono-Tradition. In Yoshikawas Familie wird das Wissen um die Herstellung des Kleidungsstücks seit Generationen weitergegeben. Mit seinem Team von Kunsthandwerkern, die ihr Metier wiederum von ihren Vätern gelernt haben, erläutert der Japaner den Prozess der Fertigung, der mehrere Monate dauern kann.
Noch heute ist in Kyoto die Kultur der Geishas lebendig. Gérard Depardieu wirft einen Blick in die geschlossene Welt einer Okiya, eines Geisha-Wohnhauses. Er sieht einer jungen Lerngeisha beim Ankleiden, Schminken und Frisieren zu und besucht eine traditionelle Aufführung. Im Gespräch mit der Okasan erfährt er mehr über die Bedeutung der Traditionen in der japanischen Gesellschaft. Japanische Tradition und Lebenskunst - das ist es, was Gérard Depardieu den Zuschauern in dieser Folge näherbringt.
* Schwerpunkt: Sieben Tage Japan
Einen ersten Überblick über "das Land der aufgehenden Sonne" geben die großartigen Luftaufnahmen in Xavier Lefebvres Doku-Reihe "Japan von oben". Gérard Depardieu unternimmt in einer fünfteiligen Reihe eine kulinarische und kulturelle Erkundungstour quer durch Japan. Auf eine lange Reise begab sich auch ein japanischer Samurai im Jahr 1613. Stéphane Bégoin erzählt in seinem historischen Doku-Drama "Ein Samurai im Vatikan" die Geschichte dieses Reisenden, dessen Ziel es war, den spanischen König in Madrid und den Papst in Rom zu treffen.
Ein weiteres Highlight ist Sidney Pollacks bildgewaltiger Thriller "Yakuza". In dem Kultfilm, entstanden nach der Drehbuchvorlage von Paul Schrader, legt sich Robert Mitchum, Privatdetektiv und ehemaliger Soldat der Militärpolizei, mit den Gangstern von Tokio an.
Frank Mirbach hat für die "360 ° Geo Reportage - Japan, Leben am Fuß des Vulkans" die Insel Iwojima besucht. Wissenschaftler erforschen den Supervulkan Iodake, der mehr als die Hälfte des kleinen Eilands einnimmt, vom Meer aus, um einen eventuellen Mega-Ausbruch vorhersagen zu können. Das letzte Mal ist das vor 7.300 Jahren passiert.
Japan wird immer wieder von solchen dramatischen Naturkatastrophen heimgesucht. In Erinnerung an das Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 hat der Architekt Tadao Ando die beeindruckende Gartenanlage von Awaji Yumebutai gestaltet, deren Schönheit in der Reihe "Erstaunliche Gärten" zu bestaunen ist.
Auch "Tracks" ist mit einem Japan-Spezial mit von der Partie und stellt neben dem Klangkünstler Ryoji Ikeda den Manga-Zeichner Leiji Matsumoto vor, dessen Figur Captain Harlock weltberühmt geworden ist.
Einen festlichen Akzent setzt "Maestro" mit Beethovens Siebter Symphonie unter der Leitung von Seiji Ozawa. Außerdem widmet ARTE dem weltberühmten japanischen Dirigenten und Komponisten ein Porträt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 04.09.2018 um 17:20 Uhr auf arte.