

Die Stadt Hiroshima, die aufgrund des ersten Atombombenabwurfs in der Geschichte zum Inbegriff des Grauens wurde, ist heute ein großer Badeort in der japanischen Provinz. Bars und Cafés tragen amerikanische Namen wie "Las Vegas" oder "Hollywood"; die Menschen amüsieren sich hier.
Nahe der Kuppel des einzigen Gebäudes in der Innenstadt, das am 6. Mai 1945 nicht vollständig vom Feuerball zerstört wurde, erzählt Masao Itou seine Geschichte. Er ist einer der letzten Überlebenden des Atombombenangriffs und führt Depardieu auf den Spuren seiner Erinnerungen durch Hiroshima.
Eine Tradition, die in Hiroshima bis heute gepflegt wird, ist die Kalligraphie. Gérard Depardieu ist ein großer Bewunderer dieser alten Kunst.
Auf der Insel Miyajima vor Hiroshima mit ihrem roten Shintō-Schrein, der auf dem Wasser zu schweben scheint, erlebt Depardieu einen Moment der Ruhe und des Friedens. In einer Stadt, die nach der völligen Zerstörung vom Leben zurückerobert wurde, hat dieser Augenblick der Spiritualität für ihn besondere Bedeutung.
In fünf Folgen bereist der Weltenbummler und Japan-Liebhaber Gérard Depardieu, der in Paris ein japanisches Feinkostgeschäft besaß, das Land der aufgehenden Sonne. Von der Kunst der japanischen Geishas bis zur buddhistischen Zazen-Meditation, von der traditionellen Papier-Herstellung bis zur Zubereitung des eigentlich hochgiftigen Kugelfischs, der in Japan als Delikatesse gilt: Bei seinen Begegnungen mit den Menschen und der Kultur des traditionsverbundenen Landes lässt sich der französische Schauspieler von seiner Neugierde und Entdeckungslust leiten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 06.09.2018 um 17:10 Uhr auf arte.