

Satsuma Iojima liegt im Südwesten Japans, rund 50 km vom nächsten Festland entfernt. Auf der gerade einmal zwölf Quadratkilometer großen Insel leben heute noch 114 Menschen. In den Hochzeiten, als der Iodake für den Schwefel- und Kieselabbau genutzt wurde, waren es drei Mal so viele. Seit dem Niedergang dieser Industrien haben viele Bewohner ihrer Heimat den Rücken gekehrt. Zurück bleiben hauptsächlich alte Menschen. Schon mehr als ein Drittel der Insulaner ist heute über 70 Jahre alt. Es fehlt an lukrativen Arbeitsplätzen.
Doch es gibt auch eine Gegenbewegung. Ein gutes Dutzend junger Großstadt-Japaner ist in den letzten zehn Jahren nach Iojima ausgewandert. Zu ihnen gehört der Geologe Hisashi Oiwane. Der Auswanderer sucht nicht nur das einfache Leben auf der Insel, er will auch deren Überleben sichern. Nachdem er durchgesetzt hat, dass die Insel zu einem schützenswerten Geopark ernannt wurde, will er nun mit einem ersten Start-up-Unternehmen Arbeitsplätze schaffen. Touren auf den Vulkan sollen sowohl Urlauber als auch gestresste Geschäftsleute begeistern. Doch werden sich Besucher darauf einlassen? Oder überwiegt die Angst vor einem neuerlichen Mega-Ausbruch des Vulkans, wie es zum letzten Mal vor 7.300 Jahren passiert ist?
Damals wurden große Teile Japans von einer Aschewolke bedeckt. Und die Gefahr ist nicht gebannt. Wissenschaftler haben gerade erst Gasblasen entdeckt, die unter Wasser von dem Vulkan aufsteigen. Mit Hilfe neuer Forschungen hoffen sie hier, bald genaue Vorhersagen treffen zu können. Schwerpunkt: Sieben Tage Japan
Einen ersten Überblick über "das Land der aufgehenden Sonne" geben die großartigen Luftaufnahmen in Xavier Lefebvres Doku-Reihe "Japan von oben". Gérard Depardieu unternimmt in einer fünfteiligen Reihe eine kulinarische und kulturelle Erkundungstour quer durch Japan. Auf eine lange Reise begab sich auch ein japanischer Samurai im Jahr 1613. Stéphane Bégoin erzählt in seinem historischen Doku-Drama "Ein Samurai im Vatikan" die Geschichte dieses Reisenden, dessen Ziel es war, den spanischen König in Madrid und den Papst in Rom zu treffen.
Ein weiteres Highlight ist Sidney Pollacks bildgewaltiger Thriller "Yakuza". In dem Kultfilm, entstanden nach der Drehbuchvorlage von Paul Schrader, legt sich Robert Mitchum, Privatdetektiv und ehemaliger Soldat der Militärpolizei, mit den Gangstern von Tokio an.
Frank Mirbach hat für die "360 ° Geo Reportage - Japan, Leben am Fuß des Vulkans" die Insel Iwojima besucht. Wissenschaftler erforschen den Supervulkan Iodake, der mehr als die Hälfte des kleinen Eilands einnimmt, vom Meer aus, um einen eventuellen Mega-Ausbruch vorhersagen zu können. Das letzte Mal ist das vor 7.300 Jahren passiert.
Japan wird immer wieder von solchen dramatischen Naturkatastrophen heimgesucht. In Erinnerung an das Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 hat der Architekt Tadao Ando die beeindruckende Gartenanlage von Awaji Yumebutai gestaltet, deren Schönheit in der Reihe "Erstaunliche Gärten" zu bestaunen ist.
Auch "Tracks" ist mit einem Japan-Spezial mit von der Partie und stellt neben dem Klangkünstler Ryoji Ikeda den Manga-Zeichner Leiji Matsumoto vor, dessen Figur Captain Harlock weltberühmt geworden ist.
Einen festlichen Akzent setzt "Maestro" mit Beethovens Siebter Symphonie unter der Leitung von Seiji Ozawa. Außerdem widmet ARTE dem weltberühmten japanischen Dirigenten und Komponisten ein Porträt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 10.09.2018 um 07:15 Uhr auf arte.