

Sie sind Bauern mit Leib und Seele. Doch die Globalisierung macht ihnen schwer zu schaffen. Den Alltag auf den Bauernhöfen bestimmt inzwischen der gnadenlose finanzielle Druck des Marktes. Dennoch wollen sie nicht aufgeben.
Auf neuen Wegen wandelt Entenbauer Hartmut Oehlert. Seit seiner Pleite will er von "Wachse oder Weiche", ein Grundsatz, der die Landwirtschaft immer mehr bestimmt, nichts mehr wissen. Heute betreibt der 58jährige einen kleinen Bauernhof mit 1400 Enten und 300 Gänsen, außerdem leben hier Kaninchen, Wachteln, Puten und sogar ein paar Freilandschweine. Wie viele Landwirte, die unter den Billigpreisen für Fleisch leiden, setzt er nun auf Direktvermarktung und hofft, dass sein neues Konzept aufgeht.
Doch nicht nur die kleinen Landwirtschaftsbetriebe müssen neue Wege gehen, sondern auch die Agrargenossenschaften im Nordosten. Sie sind Nachfolger der großen Landwirtschaftsbetriebe der DDR. Immer mehr von ihnen werden von Industriekonzernen gekauft. In Zeiten niedriger Zinsen sind sie lohnende Anlageobjekte.
Die kleinen Betriebe mit um die zweihundert Kühe traf die Milchkrise der letzten Jahre besonders hart. Zwei Jahre war der Milchpreis im Dauertief - so lange wie noch nie. Auch bei Familie Schüttpelz-Vietschow ist Schluss mit dem Melken - nach vier Generationen. Als der Viehhändler seine Kühe auflädt, kann Marianne Schüttpelz die Tränen nicht mehr zurückhalten.
Der Film begleitet drei Bauern und ihre Betriebe in einer Zeit, die vom schweren Umbruch in der Landwirtschaft geprägt ist.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 03.09.2018 um 00:00 Uhr auf MDR.