

Er ist ein Zauber aus seidenen Fäden und ein Stück traditioneller japanischer Kultur - der Kimono. Das körperlange, einteilige Gewand besticht durch seine Farbenpracht. Es wird von einem breiten Gürtel, dem prunkvollen Obi, gehalten.
Die Königinnen des Kimonos sind noch immer die Geishas. Sie tragen handgefertigte Seidengewänder mit aufwändigen Mustern und beherrschen die Kunst des Kimonotragens perfekt. Einen Kimono richtig anzulegen und zu tragen bedarf langjähriger Übung. Viele junge Japanerinnen haben die traditionelle Tracht für sich wiederentdeckt und besuchen spezielle Kimonoschulen, um das komplizierte Regelwerk dieses Kleidungsstücks zu erlernen. Einige von ihnen heiraten sogar im Kimono. Ein handgefertigter Kimono, der bis zu 20.000 Euro kosten kann, ist nicht für jede Trägerin bezahlbar. Viele Frauen entscheiden sich deshalb für preiswertere, industriell gefertigte Kimonos aus Baumwolle und Polyester, die überdies auch leichter zu pflegen sind.
Die Dokumentation von 2007 zeigt den Kimono in all seinen Stadien und Facetten: die Herstellung eines handgefertigten Seidenkimonos auf der Insel Amami Oshima und die Anfertigung kostbarer Obis in Kyoto. Das Filmteam wirft einen Blick in den ritualisierten Alltag der Kimono tragenden Geishas, besucht eine Kimonoschule in Tokio, ist zu Gast bei einer traditionellen japanischen Hochzeit, und sie nehmen an der alljährlichen Kimono-Queen-Wahl teil.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 01.09.2018 um 12:45 Uhr auf Radio Bremen TV.