

Ohne Bargeld in die Zukunft - die Schweden schreiten mutig voran. Björn Eriksson war einmal Leiter von Interpol, heute sammelt er die wackere Schar der Bargeld-Enthusiasten um sich, deren Kampf zurzeit verloren scheint. Denn die Regierung betreibt die Abschaffung des Bargelds konsequent: Wurden in Schweden 2010 noch 40 Prozent aller Einkäufe bar bezahlt, waren es 2016 nur noch 15 Prozent.
Mit der App "Swish" zahlen sie dort bereits per Handy: Die Spende in der Kirche, die Tageszeitung am Kiosk, das Almosen für den Obdachlosen. Schwedens Regierung glaubt an den Fortschritt durch den bargeldlosen Zahlungsverkehr: Sicherheit für Kunden, Bekämpfung der Geldwäsche und natürlich will sie mit Hilfe der E-Krone auch Steuersündern leichter auf die Spur kommen. Die Verteidiger des Bargelds aber pochen auf Schein und Münze - Bargeld verheißt ihnen Freiheit, auch heute noch. Die Pläne, es abzuschaffen, wecken bei vielen Menschen Angst und Misstrauen. Reportage Frankreich 2018
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 07.09.2018 um 12:15 Uhr auf arte.