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Sterben verboten?

Wie Hightech-Medizin den Tod verändert
Samstag, 25.08.2018 12:15 Uhr
PHOENIX
Samstag
25.08.2018
12:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Verhindert unser Gesundheitssystem durch falsche finanzielle Anreize einen "guten" Tod? "Ungefähr ein Drittel der Gesundheitskosten eines jeden Patienten fallen in den letzten ein bis zwei Lebensjahren an. Das ist jährlich ein dreistelliger Milliardenbetrag", weiß Prof. Dr. Gian Domenico Borasio, Palliativarzt im Universitätsspital Lausanne. "Es gibt durchaus Menschen und Firmen, die daran interessiert sind, aus dieser Lebensphase maximalen Profit zu schlagen."

Die Medizin hat so große Fortschritte gemacht, dass heute Menschen am Leben erhalten werden können, denen Ärzte vor einigen Jahren noch gar nicht helfen konnten. Mit Blutwäsche, Beatmung und künstlicher Ernährung. Verfahren, die zur Lebensrettung sinnvoll sind. Werden sie aber zur Verlängerung eines Sterbeprozesses eingesetzt, sind sie leidvolle Übertherapie. Dabei wünschen sich die meisten Menschen, am Lebensende nicht ins Krankenhaus zu kommen. Doch jeder Zweite stirbt dort, oft bis zum Ende maximal therapiert.

"Wir können uns nicht vorstellen wie es ist, nicht zu existieren, deshalb setzen wir alles daran, um immer weiter am Leben zu bleiben. Wir haben als Gesellschaft vergessen, dass Sterben zum Leben dazugehört", meint Dr. Sylvia Klauser, Ethikreferentin der Cellitinnen-Krankenhäuser in Köln.

Aber was ist heute ein "guter" Tod? Welche Entscheidungen müssen Ärzte und Pfleger und welche Patienten und Angehörige treffen?
Film von Renate Werner

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 25.08.2018 um 12:15 Uhr auf PHOENIX.