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Jesus und der Islam (1/7)

Die Kreuzigung im Koran
Dienstag, 14.08.2018 22:00 Uhr
arte
Dienstag
14.08.2018
22:00 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Jesus ist nicht nur Gründerfigur des Christentums, sondern spielt auch im Koran eine wichtige Rolle. Die Autoren der Dokumentarfilmreihen "Corpus Christi", "Apokalypse" und "Die Geburt des Christentums" sprachen darüber mit 26 bedeutenden Wissenschaftlern aus aller Welt: Sie befragten Historiker, die sich mit den Anfängen des Islam, dem orientalischen Christentum und dem rabbinischen Judentum befassen, ebenso wie mit Philologen, Epigraphisten und Spezialisten für die Geschichte des Korans.
Den Ausgangspunkt bildet das eingehende Studium der beiden Verse in der Koransure 4, denen zufolge es allen Zeugen der Kreuzigung nur so schien, als sei Jesus gekreuzigt worden. Nach und nach weitet sich die Betrachtung auf sämtliche theologische, literarische und historische Fragen aus, die der Text aufwirft.
Die Reihe arbeitet die Gemeinsamkeiten der drei großen monotheistischen Religionen heraus und zeigt die Kontinuität ihrer Entwicklung vom Judentum Mose über das Judenchristentum Jesu auf. Sie befasst sich mit der Entstehung des Islam in einer heidnischen Region, die seinerzeit stark von biblischen Einflüssen und den christlichen Gemeinden Syriens geprägt war.
Erste Folge: Jesus nimmt im Koran eine ganz besondere Stellung ein. Die Verse 157 und 158 der Koransure 4 handeln von der Kreuzigung Jesu, die hier jedoch ganz anders dargestellt wird als in der christlichen Tradition: Dem Text zufolge schien es allen Zeugen der Kreuzigung nur so, als sei Jesus getötet worden. Erlagen die Augenzeugen der Szene einer Illusion? Wurde jemand anders an Jesu Stelle gekreuzigt? Ist Jesus wirklich am Kreuz gestorben?
"Wie auch in unseren vorherigen Dokumentarfilmreihen stützen wir uns in erster Linie auf Textquellen als einzig verlässliche Zeitzeugen. Der kritische Umgang mit den Schriften und mit der Geschichte verlangt vor allem den Wissenschaftlern islamischer Tradition Mut ab, wenn es darum geht, Glaubensinhalte von historischen Fakten zu trennen. Dazu müssen dogmatische Ansätze und falsche Gewissheiten über Bord geworfen werden, denn wie bei der Bibelexegese gibt es auch hier keine endgültigen Antworten, sondern nur Fragen, die den Reflexionsprozess vorantreiben. Manche Hypothesen führen zu einem Konsens, während andere kontrovers diskutiert werden - denn zwischen den gängigen Vorstellungen über den Islam und den Erkenntnissen der Forschung besteht eine tiefe Kluft." (Gérard Mordillat und Jérôme Prieur)


Regie: Gérard Mordillat
Regie: Jérôme Prieur

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 14.08.2018 um 22:00 Uhr auf arte.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Religionen der Welt, Alte Geschichte, Wissenschaft/Forschung
Alternative Ausstrahlungstermine
14.08.2018 22:00arte08.12.2015 20:15arte