Das Trentino ist sprachlich und politisch stets ein Land zwischen den Grenzen gewesen. Im Wechsel der Mächte glich das Trentino einem Vorposten gegenüber dem Feind nördlich, wie südlich der Alpen. Zahlreiche Burgen geben eindrucksvoll Zeugnis dieser Geschichte. Von 952 bis 1918 blieb es unter deutschem bzw. österreichischem Einfluss.
Unter den Habsburgern nahm die Landwirtschaft einen Aufschwung. Das Grenzland Trentino erforderte eine ständige Präsenz an Soldaten. Diese erhielten per Dekret aus Wien eine monatliche Ration Wein, für die ursprünglich armen Bauern wurde dies zur bedeutendsten Einnahmequelle. Und wohin das Auge auch heute blickt, immer wieder führt die Spur zum Wein. Dem Reisenden ist eher das nahe gelegene Südtirol oder nur der südliche Teil des Trentino - der Gardasee - bekannt, doch vor allem für Wein- und Naturfreunde gibt es im Trentino vieles mehr zu entdecken.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 12.08.2018 um 14:05 Uhr auf BR.