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Lachen, um zu überleben. Ephraim Kishon

Dokumentation Österreich / Israel 2017
Mittwoch, 08.08.2018 21:50 Uhr
arte
Mittwoch
08.08.2018
21:50 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Ephraim Kishon: Satiriker, Autor, Regisseur, Ehemann und Vater. Kishon lebte niemals in Deutschland. Die Nationalsozialisten töteten den Großteil seiner Familie. Doch der berühmte israelische Satiriker aus Ungarn, der den Holocaust überlebte, wählte das Lachen und schrieb seine Geschichten - selbstironisch und schwarzhumorig. Kishon bemerkte einmal lakonisch: "Ich verspüre Genugtuung darüber, dass die Enkel meiner Henker in meinen Lesungen Schlange stehen."

Seine ironischen Beschreibungen der Bürokratie und Kleingeistigkeit im Alltag der Mittelklasse wurden zu einer kulturellen Konstante. Und besonders Deutsche konnten sich mit seinen Geschichten über das belanglose Philistertum und die Art, wie ihnen in einer humorvollen und satirischen Weise das Leben der Nachkriegszeit beschrieben wurde, sehr gut identifizieren.

Autor und Regisseur Dominik Wessely folgt in seiner Dokumentation Kishons Weg vom ungarischen Vertriebenen bis hin zum gefeierten Autoren und Filmemacher. Interviews mit Familienmitgliedern und Wegbegleitern geben Einblicke in die Gedankenwelt des Satirikers.

Kishons Leben gleicht beinahe einem satirischen Roman. Die Geschichte, wie er das "Dritte Reich" überlebte und sogar fliehen konnte, ist beinahe unglaublich. Um aber dann Israeli zu werden, hatte er große Hürden zu nehmen: Binnen eines Jahres musste er in einem mühsamen Studium Hebräisch lernen. Und so wurde aus Ferenc Hoffmann Ephraim Kishon.

Der alltägliche Wahnsinn ist der Steinbruch, aus dem er seine Schätze birgt. Dabei entblößt er gerne menschliche Charaktereigenschaften und Schwächen, nicht aber deren Träger.

Über Kishon zu erzählen, ist der Versuch, einen Lebensweg nachzuzeichnen und ihn überdies in seiner historischen Bedingtheit zu verstehen. Kishon als der "klassische" Deutsche, der gar kein Deutscher war, der unterhaltsame Vorzeigejude der Nachkriegszeit, und dahinter: der durch Sarkasmus und Ironie nie ganz verdeckte Schrecken des Holocaust.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 08.08.2018 um 21:50 Uhr auf arte.

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Dokumentation/Reportage, Porträt/Biografie, Literatur