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Transit Magdeburg - Der geheime Hafen

Ein Film von Steffen Jindra
Sonntag, 29.07.2018 01:55 Uhr
MDR
Sonntag
29.07.2018
01:55 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Häfen haben ihre eigene Welt von Abenteuer, Ankommen und Abschied - nicht nur für Schiffer. Sie sind immer auch Umschlagplatz für zwielichtige Gestalten, wie Schmuggler, Spione oder leichte Mädchen.
Auch davon kann der Magdeburger Hafen erzählen. Er gehört zu den größten Binnenhäfen Europas. Knapp zehn Kilometer die Elbe entlang geballte Wirtschaftskraft, kombiniert mit Hightech und umgeben von ausgetüftelten Schleusenwerken. Von hier aus sind über das Magdeburger Wasserstraßenkreuz alle wichtigen Metropolen des Kontinents per Schiff zu erreichen.
Unter dem Label "Wissenschaftshafen" etablieren sich heute auch Forschungsinstitute und Start-Up-Unternehmen an den Kaimauern. Bis vor 25 Jahren sah das anders aus. Da war der Hafen Hochsicherheitsareal. Für Unbefugte verboten! Eine abgeschlossene Welt, in der der Geheimdienst das Sagen hat.
Die Anfänge des Hafenbetriebes in Magdeburg reichen bis 1815 zurück. In steter Konkurrenz mit Hamburg wurden hier Agrarprodukte aus der Magdeburger Börde umgeschlagen - Zucker, Salz, Holz, Futter. Doch ein Tag ändert alles! Der 16. Januar 1945. Unter dem Beschuss von hunderten Bombern der Royal Air Force versinkt Magdeburg in Schutt und Asche.
Nach der deutschen Teilung entwickelt sich der Hafen zur hoch sensiblen Transitzone mit einer hohen Mauer darum. Und dahinter? Ehemalige Schiffer aus dem Westen erzählen heute davon, wie sie drangsaliert wurden. Hinter dem Rücken der Stasi geht es im Hafen aber auch recht locker zu. Damen von zweifelhaftem Ruf finden sich immer wieder in der Nähe der Schiffe. Es wird geschmuggelt, gestohlen und getauscht - Kohlen aus der DDR-Staatsreserve für den heimischen Ofen, Tschechisches Bier gegen dringend benötigte Ersatzteile für die Kräne.
Mit der Mauer um die DDR fällt auch die Mauer um die abgeschottete Welt des Magdeburger Hafens. Doch die Binnenschifffahrt hat nun keine große Bedeutung mehr. Erst seit der Jahrtausendwende gibt es wieder einen Aufschwung. Zeichen dafür sind der neue Hansehafen und der Wissenschaftshafen mit seiner "Denkfabrik".
Axel Bulthaupt präsentiert diesen jahrzehntelang abgeschotteten Ort und er trifft Menschen, deren ganz persönliches Schicksal eng mit dem Hafen verbunden ist.
Lange Nacht der Dampfschifffahrt

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 29.07.2018 um 01:55 Uhr auf MDR.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Geschichte, Menschen im Alltag