

Auch wenn Rosa von Praunheim auf der von ihm ausgewählten Berliner Grabstätte zur Probe liegt und über sein Ende spricht - im Jahr seines 80. Geburtstags ist Rosa produktiv wie eh und je. Ein neuer Film - das Dokudrama über den Schlagerstar Rex Gildo -, ein neuer Roman mit dem Titel „Hasenpupsiloch“, ein Musical, gestaltet nach Motiven aus seinem Film „Die Bettwurst“.
150 Filme hat Rosa von Praunheim gemacht und damit immer wieder die spießige bis homophobe Mehrheitsgesellschaft provoziert. Aber er schont auch die eigene Community nicht, indem er vielen Schwulen vorwirft, angepasste Leisetreter zu sein; indem er einige prominente Homosexuelle gegen ihren Willen outete, machte er sich viele Feinde.
Für die jüngere Generation von LGBTIQ-Aktivistinnen und -aktivisten ist Rosa von Praunheim zwar noch als Figur aus der Frühphase der queeren Bewegung bekannt, als weißer Cis-Mann findet er aber dort kaum Gehör. Rosa will aber nicht streiten und theoretisieren, sondern sich vor allem kreativ aus
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 11.07.2024 um 22:30 Uhr auf HR.