Die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert spiegelt sich unmittelbar in Lebensläufen wider. Der Lebenslauf von Günther Kowalcyk ist dafür ein Beispiel. Mit 17 Jahren wurde er zur Wehrmacht eingezogen und im Krieg verwundet. Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft ließ er sich im erzgebirgischen Stolberg nieder und gründete eine Familie. Doch in der DDR wurde er das Opfer reiner Willkür, die wegen seiner Kontakte zu politischen Institutionen in West-Berlin zu einer Verurteilung zunächst zum Tode führte, später umgewandelt in 25 Jahre Zwangsarbeit. Erst 1994 wurde er durch die Militärhauptstaatsanwaltschaft in Moskau rehabilitiert - eine Genugtuung. Ausradieren aber kann sie seine Leidensjahre nicht.
Reihe "Meine Geschichte"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 05.07.2018 um 06:30 Uhr auf HR.