38 war Armstrong, als er 1969 vorsichtig den Fuß auf den Mond setzte und den legendären Satz sprach: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."
Mit dem ersten menschlichen Fußabdruck in einer außerirdischen Welt sicherte sich Armstrong einen Platz in der Geschichte. "Houston, hier ist der Stützpunkt 'Meer der Ruhe'. Der Adler ist gelandet!", hatte er zuvor an die Bodenkontrolle gemeldet. Zusammen mit Kollege Buzz Aldrin verbrachte er etwa zweieinhalb Stunden damit, die Mondlandschaft rund um den Landeplatz zu erkunden. Die Oberfläche beschrieb er wie pulvrige Kohle: "Ich kann sie mit der Stiefelspitze aufwirbeln." Frühe Leidenschaft zur Fliegerei Armstrong, der deutsche und schottisch-irische Wurzeln hat, hat bereits früh seine Leidenschaft zur Fliegerei entdeckt. Geboren in Wapakoneta in Ohio soll er bereits als Zweijähriger von Flugzeugen fasziniert gewesen sein. Mit 16 brachte er es zur ersten Fluglizenz noch vor dem Autoführerschein. Armstrong studierte dann Luftfahrt-Ingenieurwissenschaften, wurde Marineflieger und absolvierte 78 Kampfeinsätze im Koreakrieg. Mitte der 50er Jahre begann eine mehrjährige Karriere als Testpilot. Über 50 verschiedene Maschinen erprobte Armstrong. Wiederholt kam er dabei in brenzlige Situationen und erreichte bereits Höhen von über 62 Kilometern.
Aber er wollte noch höher hinaus, und 1962 war der erste Schritt erreicht: Die NASA akzeptierte Armstrong als Astronauten. 1966 gelang ihm als Chefpilot von "Gemini 8" das Andocken an ein unbemanntes Raumfahrzeug im Orbit das erste Rendezvous im All. Drei Jahre später ging dann der größte Traum in Erfüllung. Armstrong leitete die "Apollo 11" Mondmission, steuerte die kleine Landefähre "Eagle" im Endanflug per Hand auf den Erdtrabanten und trat als erster aus der Luke, vor seinem Kollegen Buzz Aldrin. Schon wenig später gab Armstrong jedoch das Ende seiner Astronautenkarriere bekannt. 1971verließ er die NASA dann ganz, um acht Jahre als Professor an der University of Cincinnati Luft-und Raumfahrt-Ingenieurwissenschaften zu lehren. Danach nahm der in zweiter Ehe verheiratete Armstrong hier und da Sprecherfunktionen an und war Vorstandsmitglied in Unternehmen. Zurückgezogenes Leben Aber Fernsehauftritte gab es kaum. Und seit Jahren weigert sich Armstrong partout, Autogramme zu geben. Er hatte herausgefunden, wie viel Geld damit und mit anderen Armstrong-Memorabilia gemacht wird. Auch sein langjähriger Friseur bekam seinen Unmut zu spüren, als er eine Haarsträhne seines prominenten Kunden verkaufte: Er musste den Erlös für einen guten Zweck stiften. Aber so selten man auch von Armstrong hörte: Als Präsident Barack Obama im Jahr 2011 die Abkehr von einem neuen NASA-Mondprogramm verkündete, da konnte die Weltraumlegende doch nicht schweigen. Armstrong warnte in einem offenen Brief vor einem "Rückfall der USA in die Zweitklassigkeit" bei der Weltraumforschung. Auch im hohen Alter schlug sein Herz noch immer für die Raumfahrt. Auf die Frage, ob er noch einmal zum Mond fliegen würde, antwortete Armstrong: "Ich denke nicht, dass ich die Chance kriege. Aber ich würde nicht sagen, dass ich nicht zur Verfügung stünde." Am 25. August 2012 ist Neil Armstrong in Cincinnati, Ohio, gestorben.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 09.06.2018 um 16:30 Uhr auf PHOENIX.