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Die Kinderjockeys von Sumba

Mein Ausland
Sonntag, 03.06.2018 06:00 Uhr
PHOENIX
Sonntag
03.06.2018
06:00 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Bei der Morgenarbeit sieht's auf der idyllischen indonesischen Insel Sumba aus wie im Paradies: Der stolze Vater führt sein Pferd und seine beiden Söhne hinein in einen Traum von Meer. Spiegelglatt und glitzernd. Morgensonne, leichte Brise. Wer würde denken, dass am Abend viele der Kinder hier im Staub gelandet sind? Oder sogar im Krankenhaus. So wie Syahril, dessen Oberkörper seit seinem Reitunfall halbseitig gelähmt ist: "Ich freue mich, dass heute endlich die Rennen losgehen. Ich selbst kann zwar nicht mehr reiten. Aber ich sporne meinen Bruder an."

Warum das hohe Risiko für all die Kinder? Sumba ist eine der ärmsten Regionen Indonesiens. Ein erfolgreicher Kinderjockey wie Syahrul kann 500 Euro in der Woche verdienen. Verlockend viel Geld. Auf den Rängen stehen gebannt die Zocker, die Spieler, die Spekulanten. Staunend und fiebernd. Auch sie machen gutes Geld. Eigentlich ist Wetten in Indonesien gar nicht erlaubt. Und dass Kinder die Rennpferde reiten, ist ebenfalls verboten.

Das kümmert hier niemanden. Die Kinder gehen fast ohne Schutz ins Rennen. Ein leichter Helm, eine Stoffmaske gegen Staub und Sonne. Eine Peitsche fürs Pferd. Die Jockeys reiten barfuß. Und ohne Sattel. Ein guter Jockey reitet manchmal fünf Rennen am Tag. Zehn Tage am Stück, zwei Monate im Jahr. So lange dauert die Saison. Und so lange geht's auch nicht in die Schule. Manche Kinder können nicht richtig schreiben, rechnen oder lesen. Aber sie sind meisterhafte Reiter. Film von Philipp Abresch

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 03.06.2018 um 06:00 Uhr auf PHOENIX.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
Farbe
farbe
Audio-Beschr.
nein
Hoerhilfe
nein
HDTV
nein
Logo-Event
nein
VPS
1527998340
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Indonesien, Land/Leute, Kinder