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Tod in der Eifel - Der Fall Lolita Brieger

Ein Film von Uli Weidenbach - aus der Reihe "WDR dok"
Freitag, 01.06.2018 23:15 Uhr
tagesschau24
Freitag
01.06.2018
23:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Im Jahr 2011 berichtete die Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" über das ungeklärte Verschwinden einer jungen Frau vor fast 30 Jahren in einem kleinen Dorf in der Eifel. Einen Kommissar aus Trier ließ das Schicksal des Mädchens nicht los, denn er hatte der Mutter versprochen ihre Tochter zu finden und den Täter zu bestrafen. Jahrelang hoffte er auf Mitwisser und Zeugen - vielleicht Dorfbewohner, die ihr schlechtes Gewissen quälte.

Tatsächlich meldete sich jemand nach der Sendung; jemand, der von der Tat wusste. Schließlich wurde die Leiche des Mädchens nach tagelanger Suche auf einer Müllkippe gefunden. Für die Mutter wurde die jahrelange Angst zur grausamen Gewissheit. Und mehr noch: Jahrelang hatte sie vom Küchenfenster aus auf die mittlerweile zugewachsene Kippe geblickt - ohne zu wissen, dass der Täter dort ihre Tochter verscharrt hatte. Der Täter: ein Bauernsohn, der die Müllhalde ebenfalls ständig im Blickfeld hatte.

Nach und nach kamen alle Details eines unglaublichen Verbrechens ans Tageslicht: Die 18-jährige, Tochter von Spätaussiedlern, verliebt sich Anfang der 1980er Jahre in den Erben des reichsten Bauern der Umgebung. Dann gesteht sie ihm, dass sie schwanger ist - doch der Vater des Hoferben ist strikt gegen eine solche unstandesgemäße Hochzeit. Es kommt zum Streit, der Jungbauer tötet seine Freundin und verscharrt sie - und lebt all die Jahre nur wenige hundert Meter von der Familie des Opfers entfernt.

Wer im Dorf etwas ahnte, schwieg - 30 Jahre lang. Jeden Tag stellte die Mutter des Mädchens eine Kerze ins Fenster, damit sie heim finden möge, wenn sie zurückkehren sollte. Mit dem Fund der Leiche und der Zeugenaussage des Mitwissers kann der Kommissar den Täter überführen, vor Gericht stellen und einen Teil seines Versprechens einlösen. Der Bauer wird des Totschlags für schuldig befunden - und kommt doch ungestraft davon, weil die Tat mittlerweile verjährt ist. Ein Mord kann ihm nicht nachgewiesen werden: er schweigt.

Der Film rekonstruiert den Fall - ein Kriminalfall, der ein Licht wirft auf eine archaische Gemeinschaft, die sich nicht aus den zementierten sozialen Grenzen befreien konnte - aus den überkommenen Vorstellungen von "Oben" und "Unten", von "Einheimisch" und "Fremd".

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 01.06.2018 um 23:15 Uhr auf tagesschau24.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Recht/Justiz, Deutschland, Rückblick