

Der Nil versorgt mehr als 300 Millionen Menschen mit Wasser und steht seit jeher im Zentrum von Interessenskonflikten. Die Errichtung des Grand-Ethiopian-Renaissance-Staudamms - des höchsten Damms in Afrika - sorgt seit zehn Jahren für Spannungen zwischen Äthiopien, Ägypten und dem Sudan.
Der Damm, der wenige Kilometer von der sudanesischen Grenze entfernt liegt, bestimmt die Geopolitik in der Region und ist für Äthiopien von großer Bedeutung: Er soll die Wirtschaft stärken und dem Staat den Aufstieg zur regionalen Energiemacht ermöglichen. Der Bau ist mittlerweile fast abgeschlossen und das Land verkauft die daraus gewonnene Energie bereits an Nachbarstaaten.
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi beruft sich auf ein „historisches Anrecht“ auf den Nil und warnt vor einer beispiellosen Instabilität in der Region. Ägypten, das den Staudamm als Gefahr für die nationale Sicherheit begreift, tut alles, um seinen Bau zu verzögern und übt vor den Vereinten Nationen Druck auf die interna
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 09.07.2024 um 21:45 Uhr auf arte.