

Anhand von jeweils drei thematisch verbundenen Personenporträts wird die Epoche des Dreißigjährigen Krieges, der großen traumatischen Grunderfahrung der Deutschen bis zum Ersten Weltkrieg, lebendig. Die Ereignisse erhalten stets ihre Bedeutung aus deren Auswirkungen auf das Leben der porträtierten Personen.
Begonnen hatte der Dreißigjährige Krieg (1618 - 1648) als Religionskrieg, ausweiten konnte er sich, weil zunehmend unterschiedliche und divergierende Interessen von seinen Auswirkungen berührt waren, nicht enden wollte er, weil den streitenden Parteien die Politikfähigkeit, die Kunst des Ausgleichs, abhanden gekommen war. Ebenso wie die Ursachen und Denkmuster der Akteure ist der Verlauf des Krieges kompliziert und filmisch kaum nachzuzeichnen.
Der aufwendig inszenierte Dreiteiler bietet ein Panorama dieser einschneidenden Epoche der deutschen Geschichte aus der Perspektive der Miterlebenden. Drei Figuren stehen im Mittelpunkt jeder Folge. Ihre Schicksale sind typisch für das Zeitalter des "Großen Krieges" und dennoch einzigartig. Sie leben mit dem Krieg, was er an Schrecken und Ängsten, Not und existenzieller Bedrohung auch mit sich bringt, sie leben aber auch vom Krieg, sei es als Akteure, Organisatoren, Profiteure oder Mittelsmänner und -frauen, was vielleicht sogar einer überraschenden Entdeckung gleichkommt. Da ist der hochadelige Feldherr, Christian von Braunschweig-Wolffenbüttel, der, wo er auftaucht, alles in Angst und Schrecken versetzt, aber auch der einfache Soldat, Peter Hagendorf, dessen Geschäft das Töten ist, dessen liebevolle Vorsorge aber seiner Frau und seinen Kindern gehört, die im Tross des Heeres mit ihm ziehen. Und da ist einer, der es von ganz unten bis an die Spitze der Gesellschaft zum hochberühmten Reitergeneral und reich begüterten Freiherrn gebracht hat, Jan von Werth.
Teil 2: 27.5. und Teil 3: 3.6.18
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 13.05.2018 um 12:00 Uhr auf BR.