

Spessart, der kleine Ort in Rheinland-Pfalz, hat sich erfolgreich gegen die Landflucht gewehrt. In den fünfziger Jahren wurde dem Dorf der sichere Tod prophezeit. Die geografische Lage war schlecht, Arbeitsplätze waren rar, die Situation schien ausweglos. Heute geht es dem Dorf und seinen Bürgern besser denn je. "Landleben4.0" will wissen, wie das Erfolgsrezept dafür lautet und was andere Dörfer von Spessart lernen können.
Der Ort zwischen Köln und Koblenz zählt derzeit über 700 Einwohner und hat ein reges, vielfältiges Dorfleben. Neue Firmen siedeln sich an, das Neubaugebiet muss ständig erweitert werden. Jährlich kommen viele Touristen nach Spessart. Durch die Gewerbesteuer und die Einnahmen aus der Waldwirtschaft kann Bürgermeister Frank Klapperich in das Dorf investieren. Viele ehrenamtliche Helfer machen ihr Dorf grüner, weisen neue Wanderwege aus und gestalten Aussichtspunkte. Für Kinder und Jugendliche wird viel geboten, auch die Senioren sind in das Dorfleben integriert. Die Nachbarn nennen die Spessarter "Bokete", was so viel heißt wie bockig und stur. Während im Mittelalter die Dörfer der Region dem deutschen Kaiser ihren Wald schenkten, blieben die Spessarter bockig und stur. Daher können sie heute von der Waldwirtschaft profitieren.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 04.05.2018 um 21:00 Uhr auf SWR.