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Giganten im Revier

Ein Film von Marika Liebsch
Freitag, 27.04.2018 20:15 Uhr
WDR
Freitag
27.04.2018
20:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Zeche Zollverein, Dortmunder U, Landschaftspark Duisburg-Nord: Sie sind Giganten im Revier.

Zeche Zollverein - ein architektonisches Meisterwerk
Ein technisches und architektonisches Wunderwerk, eine Kathedrale der Industriekultur oder einfach die "schönste Zeche der Welt". All das ist Zollverein. Die UNESCO erklärte im Jahr 2001 das gesamte 14 Quadratkilometer große Areal im Norden von Essen - die Zeche zusammen mit der riesigen Kokerei - zum "Welterbe der Menschheit". Seither ist Zollverein zum Wahrzeichen des neuen Ruhrgebiets geworden. Sie war der Ankerpunkt im Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010. Bis heute kommen jedes Jahr 1,5 Millionen Menschen aus aller Welt und nutzen Zollverein als spektakulären Freizeitort.
"Giganten im Revier" geht auf Entdeckungsreise bis in die Pionierzeit von Zollverein und erzählt, wie revolutionär der Bau der heutigen Gebäude in den zwanziger Jahren war.

Das Dortmunder U - Brauturm und erstes Hochhaus
Wer nach Dortmund kommt, dem fällt schnell ein besonderes Gebäude auf: Direkt am Hauptbahnhof steht ein markanter Turm. Mit einem vergoldeten U auf dem Dach überragt er die Stadt und sendet "fliegende Bilder" - Lichtinstallationen. Heute feiert hier das junge Ruhrgebiet hoch über Dortmund. Aber 67 Jahre lang wurde hier Bier gebraut.
Auch das Dortmunder U entstand in den zwanziger Jahren - und war damals in zweierlei Hinsicht sensationell: Es war nicht nur das erste Hochhaus der Stadt, sondern auch ein gigantischer Brau-Turm: Der Brauprozess floss einfach mit der Schwerkraft von oben nach unten. Die Union-Brauerei, die damals zu den größten Brauereien in der Bierstadt Dortmund gehörte, wollte ihren Erfolg mit einem besonderen Gebäude allen zeigen. Und der Architekt krönte seinen Turm mit einer Lichtpyramide. Das war damals das Modernste, was die Baukunst zu bieten hatte.
Heute ist das U, nach der Neugestaltung durch den Dortmunder Architekten Eckhard Gerber, zu einer Kultureinrichtung mit einem besonders jungen Besucherschnitt geworden. Eine besondere Kraft scheint im Turm zu wirken.

Preisgekrönt: Der Landschaftspark Duisburg-Nord
Wo früher die Schornsteine der Hochöfen dampften, präsentiert sich heute ein drittes gigantisches Aushängeschild für den Strukturwandel im Ruhrgebiet: der Landschaftspark Duisburg-Nord.
Auf dem 230 Hektar großen Gelände des ehemaligen Hüttenwerks Meiderich klettern Alpinisten auf 70 Meter hohe Stahlrohre, seltene Tier- und Pflanzenarten bevölkern die Gartenanlagen, und Besucher genießen hoch oben auf Hochofen 5 den Ausblick übers Revier.

Die Dokumentation erzählt, wie engagierte Bürger den Abriss der Industrieanlagen in den 80er Jahren verhinderten und so den Weg frei machten für die Vision des Landschaftsarchitekten Peter Latz. Aus einem Riesenhaufen nutzlos gewordenem Stahl plante er einen Volkspark für Millionen Menschen. Viele hielten ihn für verrückt, heute ist das unmöglich Erscheinende gelungen: ein mehrfach preisgekrönter Landschaftspark.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 27.04.2018 um 20:15 Uhr auf WDR.

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Dokumentation/Reportage, Land/Leute, Natur, Architektur