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Martin Buber, Religionsphilosoph und Humanist

Mittwoch, 25.04.2018 01:30 Uhr
arte
Mittwoch
25.04.2018
01:30 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Martin Buber, der 1878 in Wien geboren wurde, gehört neben Sigmund Freud und Albert Einstein zu den bekanntesten jüdischen Denkern und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Als einer der führenden Köpfe des zeitgenössischen Judentums im deutschsprachigen Raum stand der Philosoph Zeit seines Lebens für einen humanistischen Zionismus und ein weltoffenes Judentum. Aus seinem bedeutendsten Werk "Ich und Du" zitierte Martin Luther King ebenso wie Leonard Cohen.
Hinsichtlich des jüdisch-arabischen Gegensatzes war Buber der erste Verfechter einer Zwei-Staaten-Lösung - er schrieb viel über die Anerkennung der Völker im Nahen Osten, warnte aber auch vor den Risiken und Gefahren im Falle deren Missachtens.
In der chaotischen, gewalttätigen Welt von heute sind Martin Bubers Worte wertvoller denn je. "Humanismus" - ein scheinbar antiquierter Begriff in einer Zeit, in der Fremdenhass die Nachrichten beherrscht.
Am 23. Juni 2015 ehrte Joachim Gauck den großen Denker anlässlich seines 50. Todestages - neben dem deutschen Bundespräsidenten hatten sich dafür erstmals die größten Humanismus-Experten aus Deutschland, Frankreich, Israel, Großbritannien, den USA und Italien zusammengefunden.

Im Herbst 2015 erschien eine der wohl bedeutendsten Biografien des humanistischen Philosophen, verfasst von Dominique Bourel, Wissenschaftler am CNRS und emeritierter Buber-Experte.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 25.04.2018 um 01:30 Uhr auf arte.

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Dokumentation/Reportage, Porträt/Biografie, Philosophie, Geschichte, 70 Jahre Israel