Wohngemeinschaften, freiere Kinder- und Sexualerziehung, ein neues Rollenverständnis der Frau sowie nicht-eheliche Beziehungen erscheinen uns heute selbstverständlich. Vor 1968 sah die Republik etwas anders aus. Und die Mehrheit der West-Berliner hatte keine Lust, von ein paar Studenten 'befreit' zu werden. Man trägt stolz die Speckringe der Fresswelle, will das Leben genießen und glaubt an den in Beton gegossenen Fortschritt wie die Stadtautobahn und die neuen Trabantenstädte Gropiusstadt und Märkisches Viertel. Man sucht sein persönliches Glück in Familienleben und Berufskarriere. Die Gesellschaft ist polarisiert. Die Studenten stellen die Grundwerte ihrer Eltern in Frage. Gleichzeitig geht das bürgerliche Berliner Leben seinen Gang. Anhand von Archivmaterial und privaten Schmalfilmaufnahmen zeichnet der Film ein Stimmungsbild dieser Zeit nach. Dabei erzählen zahlreiche Akteure 'ihr 1968'. Einer von ihnen ist Gaston Salvatore. Der damalige Student aus Chile war ein enger Freund von Rudi Dutschke und auf den Demos immer in der ersten Reihe zu finden. Oder der Taxifahrer Heinz Peter, der sagt: 'Berliner Taxifahrer waren noch nie links'. Thema: Vor 50 Jahren: Mordanschlag auf Rudi Dutschke
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 15.04.2018 um 01:18 Uhr auf tagesschau24.