

Im Februar 2016, mitten im Black History Month, kam Spike Lees Dokumentarfilm "Michael Jackson's Journey from Motown to Off the Wall" gemeinsam mit einer exklusiven Fassung des Erfolgsalbums "Off The Wall" in die Läden. Mit "Off the Wall", einem der meistverkauften Alben aller Zeiten, schuf Michael Jackson einen Meilenstein in der Geschichte des Pop und bewies im Alter von nur 20 Jahren bereits seine herausragende Begabung als Musiker und kreativer Visionär.
Vor allem aber hatte Jackson ein Werk geschaffen, dessen perfekte Symbiose aus Entertainment und großartigem Songwriting seinen um soziale Anerkennung kämpfenden schwarzen Musikerkollegen der späten 70er Jahre als Vorbild diente. So unterschiedliche Künstler wie Beyoncé, Pharrel Williams, Kendrick Lamar oder The Weeknd wurden durch "Off the Wall" dazu inspiriert, es dem "King of Pop" gleichzutun und in die Riege der Weltstars aufzusteigen.
Für seinen Dokumentarfilm verarbeitete Regisseur Spike Lee eine Fülle von Material aus Jacksons persönlichen Archiven sowie Interviews mit Musikern und Familienmitgliedern. Er lädt ein zu einer Reise auf den Spuren des "King": von den Jahren bei Motown, wo alles begann, über seine Vertragsunterzeichnung bei CBS bis hin zur Partnerschaft mit Produzentenlegende Quincy Jones. Ein mitreißender Blick auf die Entwicklung eines ebenso ernsthaften wie leidenschaftlichen Jungen zum "King of Pop".
Interviewpartner sind unter anderem Lee Daniels, The Weeknd, Pharrell Williams, Misty Copeland, Kobe Bryant, Mark Ronson, John Legend, Questlove, Katherine, Joe, Marlon und Jackie Jackson sowie L.A. Reid. "Michael Jackson's Journey from Motown to Off the Wall" wurde erstmals im Januar 2016 beim Sundance Festival als Preview gezeigt. Am 5. Februar 2016 feierte der Dokumentarfilm TV-Premiere im US-Fernsehen.
* Schwerpunkt: Black Pop Power!
50 Jahre nach seiner Ermordung ist Martin Luther Kings Traum noch nicht Wirklichkeit geworden. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu bisweilen tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze. Und nach der Ära Obama sitzt mit Donald Trump ein Präsident im Weißen Haus, der rassistische Denkmäler in den Südstaaten verteidigt und sich öffentlich mit farbigen Football-Spielern wie Colin Kaepernick anlegt, als dieser gegen Rassendiskriminierung protestiert.
Doch die Dinge wandeln sich: Im Kino haben Kritiker längst eine Renaissance des Black Cinema ausgemacht mit Filmen wie "Hidden Figures", "Get Out", vor allem aber "Moonlight", der "La La Land" im vergangenen Jahr den Oscar entriss. Und nach jahrelangen Bauarbeiten konnte schließlich auch das "National Museum of African American History & Culture" in Washington fertiggestellt werden. Ein Museum, das die Rolle der Afroamerikaner in der Geschichte Vereinigten Staaten anerkennt und würdigt.
Im Pop gibt die schwarze Community ohnehin seit jeher den Ton an: Vom Blues über Gospel und Jazz hin zu Rock'n'Roll, Funk, Soul, Hip-Hop und R'n'B: Immer ist die schwarze Musikszene Impuls- und Taktgeber, Ideenlieferant und Talentschmiede. Im 50. Jahr der Ermordung Martin Luther Kings, der am 4. April 1968 erschossen wurde, widmet sich ARTE in dem Programmschwerpunkt "Black Pop Power!" dem enormen Einfluss der schwarzen Diaspora auf die Populärkultur.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 06.04.2018 um 21:40 Uhr auf arte.