Die Fahrer verteilen die Pakete mit zum Teil exotischen elektrischen Fahrzeugen wie dem Stint. "Zu Beginn waren viele Bürger natürlich skeptisch, dass wir den Verkehr so einschränken, mittlerweile sind die allermeisten jedoch positiv überrascht", berichtet Hannelore Bonami von der Stadt Gent. Dort hat man den großen Wurf gewagt: wenige, neue Fahrzeuge, zentrale Paketdepots, Mehrfachlieferungen vermeiden.
Auch in Deutschland experimentiert man mit Ansätzen wie diesen. Die vier Jungentwickler von Carla Cargo etwa setzen in Freiburg auf ein altbewährtes Konzept im modernen Gewand: Ihre Fahrradanhänger können - dank elektrischer Unterstützung - bis zu 150 Kilogramm transportieren und selbst engste Gassen in der historischen Altstadt befahren. "Immer wenn wir einen unserer Anhänger sehen, wissen wir, dass ein Auto weniger unterwegs ist - das ist ein gutes Gefühl", sagt Markus Bergmann, der Gründer von Carla Cargo.
Hamburg stellt aktuell an mehreren Standorten sogenannte Mikro-Depots auf: Von dort aus werden die Pakete mit Lastenrädern und Sackkarren ausgeliefert. Ein Gemüsehändler in Dortmund hat für sich eine pragmatische Lösung gefunden: Anstatt Dutzende Gemüsekisten zu Kunden auszuliefern, die dann womöglich nicht zu Hause sind, beliefert er kurzerhand Schulen und Kindergärten. So können Eltern neben ihren Kindern auch gleich noch ihr Obst und Gemüse mitnehmen. Viele Wege, die aus dem Zustellwahnsinn herausführen können.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 18.04.2018 um 15:00 Uhr auf PHOENIX.