

Die ersten Bauern im Südwesten scheinen aus dem Nichts zu kommen. Auf fruchtbaren Lössböden entstehen Dörfer mit massiven, langen Wohnhäusern, an den archäologischen Grabungsstätten findet sich Keramik mit speziellen bandförmigen Verzierungen. Sie gibt der gesamten Kultur ihren Namen: Bandkeramik. Doch wie war es möglich, dass sich diese Kultur in relativ kurzer Zeit gegen die Jahrtausende alte bewährte Kultur der Jäger und Sammler durchsetzte?
Archäologen sind dem Rätsel schon lange auf der Spur. Doch erst mit Hilfe neuer Methoden aus den Naturwissenschaften - der Analyse von Genen, Knochen und Pflanzenresten - ergeben sich überraschende Erkenntnisse: Die ersten Bauern sind offenbar mitsamt ihren Haustieren und Pflanzen eingewandert - aus Anatolien.
Diese spannende Entdeckung wirft neue Fragen auf: Wo und warum wurden die Menschen erstmals sesshaft? Und warum wanderten sie in den Südwesten ein? Was geschah mit den Jägern und Sammlern, die über Jahrtausende hier lebten?
Die Epoche der Bandkeramik findet um 4.000 vor Christus ein jähes Ende. So plötzlich, wie sie gekommen ist, verschwindet die Kultur der ersten Bauern - offenbar begleitet von Mord und Totschlag. Neue Siedlungsformen tauchen auf, die Menschen errichten Pfahlbauten an den Ufern der süddeutschen Seen.
"Archäologie erleben - Akte Jungsteinzeit" ist ein Film aus der Reihe "Entdeckungen". Die Dokumentation zeigt spannende Funde, neue wissenschaftliche Methoden und Forscher, deren Entdeckungen bahnbrechende neue Erkenntnisse zu unserer Geschichte bringen. Ein Film von Tamara Spitzing
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 25.03.2018 um 21:00 Uhr auf SR.