

Als Jörg Ende der Siebziger Jahre in Zwickau mithilfe einer anonymen Samenspende gezeugt wurde, ahnte sowohl im Osten als auch im Westen Deutschlands niemand, dass sich Spenderkinder wie Jörg einmal für ihre Herkunft interessieren würden.
Sowohl in der damaligen DDR als auch in der Bundesrepublik wurden zahlreiche Unterlagen vernichtet und die Erinnerungen ausgelöscht. Man versprach den Spendern Anonymität. Sein Schicksal teilt Jörg Seerig mit mehr als 100.000 anderen Menschen, die in den letzten Jahrzehnten in Ost- und Westdeutschland durch eine Samenspende entstanden sind.
Jeder Mensch hat ein Recht auf Wissen über seine Herkunft. Das hat das Bundesverfassungsgericht 1989 entschieden. Doch erst ab Juli 2018 wird der Umgang mit den Samenspenden über Samenbanken gesetzlich geregelt. Die Daten der Spender sollen in einem Spendenregister dokumentiert und den Spenderkindern auf Nachfrage zugänglich gemacht werden, sofern der Samenspender keine Einwände erhebt. Für Jörg Seerig und viele weitere Betroffene kommt diese überfällige Neuregelung zu spät.
Wir begleiten Jörg Seerig bei seiner Suche nach seinem genetischen Vater - wird er mehr über seine Herkunft erfahren können?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 25.03.2018 um 07:30 Uhr auf MDR.