

Die Filmer Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz hatten es sich nicht so schwierig vorgestellt, diesen Film über Faultiere in den Regenwälder Guayanas zu drehen. Allein die Reise ins Reich der Faultiere, die Regenwälder Guayanas im Norden Südamerikas, wurde für die Filmer Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz zum "Höllentrip".
Unzählige Male blieben sie mit ihrem Fahrzeug im Schlamm stecken. Die Straßen verwandelten sich in der Regenzeit in kaum passierbare Flüsse, die Kameraausrüstung versank im Dreck. Endlich war das Team am Ziel. Wie aber findet man so ein Faultier im Blättergewirr? Sein Fell ist ein Meisterwerk der Tarnkunst: In seinen grauen, hohlen Haaren wachsen Algen, die ihm seine grünliche Farbe verleihen, die macht Faultiere schon in kürzester Entfernung unsichtbar. Außerdem hinterlassen sie keine Fährte, keinen Bau und kein Nest, bewegen sich lautlos und sind meistens stumm.
Mithilfe einheimischer Jäger gelang es dann doch, die Tiere aufzuspüren. Um sie zu filmen, folgte ihnen das Team in die Wipfel der Urwaldriesen und installierte ein Seilsystem, das es ihnen ermöglichte, die Faultiere in den luftigen Höhen des Kronendachs zu filmen. Dabei lernten sie eine weitere Lektion: Ein Faultier ist 50 Meter über dem Erdboden viel schneller als ein Mensch mit viel Technik. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes gelang es Marion Pöllmann und Rainer Bergomaz bislang nie gezeigte Einblicke aus dem Leben der Faultiere in ihrem Film festzuhalten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 20.03.2018 um 10:25 Uhr auf BR.